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Tüte vs Tasche
Woche der Abfallvermeidung

Vier praktische Tipps, um Abfall zu vermeiden

Im Produzieren von Müll sind wir Weltmeister. Verpackungen und Tüten hier, Reste und alte Klamotten da. Mit nützlichen Tipps lässt sich viel Abfall im Alltag vermeiden. Und, wie nutzt du die Woche der Abfallvermeidung vom 19. bis 27. November?

Plastiktüten, Einwegbecher, PET-Flaschen. Verpackungsmüll gehört zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit. Fast 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll produzieren die Deutschen im Jahr. Dabei lässt sich der Abfall schon mit wenigen, einfachen Methoden erheblich reduzieren. Wer etwa beim Einkaufen darauf achtet, Produkte mit wenig oder ohne Verpackung zu kaufen, der kann seine eigene Abfallmenge schon ordentlich reduzieren. Wer nur Dinge kauft, die er wirklich benötigt und kaputtes besser repariert, statt zu ersetzen, der hilft durch bewussten Konsum nicht nur dem eigenen Geldbeutel, sondern auch der Umwelt. Vom 19. bis 27. November findet die Europäische Woche der Abfallvermeidung statt. Mit wenigen, praktischen Tipps können Sie die Aktion zum Anlass nehmen, den Abfall auch in Ihrem Alltag effektiver zu vermeiden.

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Vier nützliche Tipps, um Abfall im Alltag zu vermeiden

1. Mehrweg statt Einweg

Jährlich kaufen wir Deutschen im Durchschnitt 70 Liter Mineralwasser in PET-Einwegflaschen. Und das, obwohl wir den großen Luxus von Leitungswasser in Trinkwasser-Qualität genießen. Leitungswasser trinken ist nicht nur umweltfreundlich, sondern spart auch Geld und anstrengendes Kistenschleppen. Mehrwegflaschen aus Glas können als umweltfreundlichste Verpackung für unterwegs genutzt werden. Wer dann noch den Mehrwegbecher einsteckt, der braucht beim nächsten Coffee to go keinen Einwegbecher mehr, der nach kurzer Zeit in der Tonne landet und wegen seiner Beschichtung aufwendig verbrannt werden muss.

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2. Die Einkaufstasche selber mitnehmen

Plastiktüten werden im Durchschnitt gerade einmal 25 Minuten genutzt. Bei jährlichen 76 Einwegtüten pro Kopf entsteht dadurch jede Menge Abfall, der sich ganz leicht vermeiden lässt. Wer zum Einkauf die „gute Jute“ oder den Einkaufskorb einfach selbst mitbringt, der vermeidet Abfall, verbessert die Umweltbilanz und spart auch noch Geld für eine neue Einwegtüte.

3. Nachfüllen spart Geld und Ressourcen

Nachfüllpackungen haben nur Vorteile: Wer Kosmetik, Wasch- oder Putzmittel zum Nachfüllen kauft, der verbraucht weniger Material, hat weniger zu schleppen und muss nicht jedes Mal für ein komplett neues Produkt Geld ausgeben. Gerade bei Kosmetik ist die Größe der Verpackung entscheidend für die Menge des entstehenden Abfalls: Kleinvieh macht auch Mist und so produzieren viele kleinere Verpackungen mehr Abfall als eine größere. Andere, feste Produkte wie etwa Seife benötigen gar keine Umverpackung. Wer Abfall vermeidet, indem er auf Nachfüllen statt neu kaufen setzt, der verbessert die Umweltbilanz und spart auch hier Geld.

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Markt Rhabarber

Auf dem Wochenmarkt ist unverpacktes Obst und Gemüse leicht zu finden.

4. Es muss nicht alles eingepackt sein

Auch beim Kauf von Obst und Gemüse lässt sich Abfall vermeiden. Schauen Sie nach Obst und Gemüse, das plastikfrei verkauft wird oder nur wenig verpackt ist. Auf dem Wochenmarkt werden Sie mit Sicherheit fündig. Mit dem Einkauf beim direkten Erzeuger fördern Sie gleichzeitig die regionale Landwirtschaft.

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Quellen: Rat für Nachhaltige Entwicklung, Bilder: Rat für Nachhaltige Entwicklung / Christof Rieken, Flickr/ Maret Hosemann creativecommons.org/licenses/by/2.0/ Text: ib