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Geschäftsmann und Geschäftsfrau vor Flipchart
Der Gender-Pay-Gap

So viel weniger verdienen Frauen im Vergleich zu Männern

Vergleicht man die Gehälter von Frauen und Männern in Deutschland, zeigt sich schnell: Frauen verdienen immer noch weniger Geld als Männer. Wie groß der Gender-Pay-Gap im Einzelnen ausfällt, erfahren Sie hier. 

Bereits seit einiger Zeit setzt sich die deutsche Gesellschaft mit den Gehaltsunterschieden von Männern und Frauen auseinander. Projekte und politische Maßnahmen haben auch schon einiges bewirkt. Aber ist das schon genug? Seit 2014 hat sich der Gender-Pay-Gap nämlich kaum verändert, so ist er gerade mal um 1 % gesunken.

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Im Jahr 2018 verdienen Frauen durchschnittlich immer noch 21 % weniger Geld als Männer. Allgemein betrachtet sind die Lohnunterschiede zwischen Frau und Mann also sehr groß. Aber wie sieht es in den einzelnen Branchen und Wirtschaftszweigen aus? Ermittelte Werte des Statistischen Bundesamts, orientiert am durchschnittlichen Bruttostundenlohn, verschaffen den Überblick.  

Gehaltsunterschiede variieren je nach Branche 

Automechanikerin

Laut Destatis ist der Gender-Pay-Gap im Bergbau mit 3 % am geringsten. Um 1 % steigt der Lohnunterschied in der Abwasser- und Abfallentsorgung sowie der Beseitigung von Umweltverschmutzung, hier sind es 4 %. In der Lagerei und dem Verkehr – also in der Güter- und Personenbeförderung auf Straßen, Schienen, dem Wasser und in der Luft – sind es bereits 7 %. Bei 24 % liegen die Gehaltsunterschiede im Bereich der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Ebenfalls 24 % macht der Gender-Pay-Gap im Handel sowie dem Verarbeitenden Gewerbe aus. Darunter fallen die Herstellung, Verarbeitung und Bearbeitung von Waren bzw. Produkten.

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In der Kommunikationsbranche – darunter Verlagswesen, Fernsehen und Radio – sowie der Informationstechnologie verdienen Frauen ganze 25 % weniger im Vergleich zu Männern. Und in den Berufsfeldern der Versicherungs- und Finanzdienstleistungen herrscht ein Lohnunterschied von 28 %. Einer der Spitzenreiter des Gender-Pay-Gaps ist die Kunst-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche. Mit 31 % liegt der Lohnunterschied hier deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Aber dies ist nicht die einzige Branche mit solch einem hohen Gap: Im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sind es ebenfalls 31 %.

Radio Moderatorin

In der Kommunikationsbranche verdienen Frauen 25 % weniger als Männer

Gender-Pay-Gap wirft nach wie vor Fragen auf

Auch wenn die Gehaltsunterschiede in den einzelnen Berufsbranchen stark variieren, bleibt eine Gemeinsamkeit: Frauen verdienen im Vergleich weniger Geld als Männer, im Durchschnitt ganze 21 %. Allerdings handelt es sich bei den prozentualen Angaben um den sogenannten unbereinigten Gender-Pay-Gap. Das bedeutet: Faktoren wie Bildungsgrad, Berufserfahrung etc. sind nicht mit einberechnet. So fällt der tatsächliche Gender-Pay-Gap wahrscheinlich etwas geringer aus. Dennoch stellt sich nach wie vor die Frage, warum es in einer Welt, in der Frauen genauso am Arbeitsleben teilnehmen wie Männer, überhaupt noch Lohnunterschiede gibt.

Quellen: JOBVERDE.de; Statistisches Bundesamt (Destatis) , Bilder: Depositphotos/IgorVetushko, Corepics, Wavebreakmedia, Text: red