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Omas Haushaltstipps

Heimische Äpfel richtig lagern

Mit einem Pro-Kopf-Verzehr von ca. 25 kg ist der Apfel das beliebteste Obst in Deutschland. Geerntet wird er bis Oktober, doch wie hält er sich am besten frisch? Tipps zur richtigen Lagerung von Äpfeln, wie Oma es noch wusste.

Besonders beliebt: Elstar, Jonagold, Braeburn und Gala

Diese Sorten werden in Deutschland am meisten gekauft. Jedoch gibt es auch alte Apfelsorten, wie Cox Orange, Gravensteiner und Rubinette, die nicht in Vergessenheit geraten sollten.

Auf den Wochenmärkten sind Äpfel auch im Winter erhältlich, da sie gut eingelagert werden können. Im Hausgarten und auf der Streuobstwiese sind die bekanntesten lagerfähigen Apfelsorten Boskoop, Schweizer Glockenapfel oder Topaz.

Der frische, saftige Geschmack eines Apfels wird durch den Zucker-Säure-Gehalt bestimmt. Mit der Lagerung nimmt der Säuregehalt ab und der Apfel schmeckt süßlicher. Außerdem sinkt der Wassergehalt, wodurch der Apfel weicher und mürber wird. Besonders die Winterapfelsorten, wie Boskoop oder Braeburn entwickeln aber erst nach einer gewissen Lagerzeit ihr volles Aroma.

Tipp: Etwas ältere, schrumpelige Äpfel oder Früchte mit kleinen Beschädigungen können gut zu Apfelsaft, Apfelkuchen oder anderen Obstspeisen verarbeitet werden.

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Von der Ernte bis zum Verzehr – einige Lagerungstipps 

Äpfel werden je nach Sorte zwischen August und Oktober geerntet. Voraussetzung für eine richtige Lagerung der Äpfel ist der richtige Erntezeitpunkt und die sorgfältige Vorsortierung. Der optimale Erntezeitpunkt bei den meisten Sorten ist erreicht, wenn die Grundfarbe der Äpfel von grün auf gelb übergeht und die Früchte durch Knicken des Stiels leicht zu ernten sind. Um eine Beschädigung der Äpfel beim Ernten zu vermeiden, sollten die Früchte wie „rohe Eier“ behandelt werden. Denn beschädigte Äpfel kommen nicht ins Lager! 

Auch Äpfel, die bei Sonnenwetter gepflückt wurden, sollten vor dem Einlagern erst abkühlen. Niemals warme Äpfel einlagern!

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Lageräpfel immer getrennt von anderem Obst und Gemüse lagern, da diese sonst schneller vergammeln. Grund dafür ist das Gas Ethylen, das Äpfel, wie auch Bananen, beim Nachreifen ausströmen und dadurch anderes Obst schneller reifen lassen. 

Wer Platz hat, kann die Äpfel im privaten Haushalt wie früher in schattigen Erd-, Laub- oder Strohlagern draußen oder in mit Zeitungspapier ausgelegten Holzkisten aufbewahren.  

Frostfrei, aber so kühl wie möglich lagern, optimal wären 1-3 Grad. Äpfel, die vor der Ernte oder während der Lagerung Frost gesehen haben, sind als Lageräpfel nicht zu gebrauchen, da sie innerhalb kürzester Zeit vergammeln.

Wenn es der Platz erlaubt, sollten sich die Äpfel nicht berühren. So wird die Übertragung von schlechten Stellen von einem Apfel zum nächsten erschwert. Bevor die 2. Lage Äpfel aufgelegt wird, sollte wieder Zeitung dazwischen gepackt werden. Am Schluss die Äpfel ebenfalls mit Zeitung abdecken.

Und das wichtigste zum Schluss: Die Äpfel sind einmal pro Woche zu kontrollieren und schlechte Äpfel auszusortieren. Dann erst halten sich lagerfähige Sorten bis zu vier Monaten. 

Quelle: Infodienst Landwirtschaft – Ernährung – Ländlicher Raum  / Text: Christina Jung