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 Vollgran Weizenkeimen von Dr. Grandel.
Vegane Küche

Vegan? Einfach mal ausprobieren!

Vegan kochen: so schwierig wie oft behauptet oder einfacher als gedacht? Wie auch bei vielen anderen Dingen ist es unmöglich, ein Pauschalurteil über die vegane Küche zu fällen. ecowoman verrät Vor- und Nachteile – und ein leckeres Rezept.

Vegan ist aktuell DER Ernährungstrend schlechthin. Im Supermarkt wächst das vegane Angebot, in der Bäckerei und im Restaurant sind vegane Lebensmittel inzwischen deutlich gekennzeichnet und den Latte Macchiato gibt es in den meisten Cafés sowieso schon lange mit Sojamilch. Das freut nicht nur Veganer, sondern macht auch „Allesesser“ neugierig, die vegane Lebensweise mal für eine gewisse Zeit auszuprobieren.

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Bewusster Umgang mit Ernährung braucht Zeit und Geduld

Wer sich der veganen „Challenge“ stellt, lässt nicht selten die Mitmenschen an den eigenen Erlebnissen teilhaben. Dabei zeigen sich ähnliche Erfahrungen. Gerade am Anfang empfinden Neu- oder Test-Veganer das Einkaufen häufig als sehr anstrengend. Das liegt vor allem daran, dass viele erst einmal die Zutatenlisten zahlreicher Lebensmittel durchgehen, um zu prüfen, ob das Produkt auch tatsächlich keine tierischen Inhaltsstoffe enthält. Verständlich, dass bei diesem langwierigen Prozedere die Motivation schnell schwindet. Doch die Zeit bringt Erfahrung und mit ein bisschen Geduld wird auch der vegane Einkauf bald zur Routine. Viele „Challenger“ berichten außerdem von einem bewussteren Umgang mit Ernährung und Lebensmitteln, der sich auch nach der veganen Zeit fortsetzt.

Hilfreich ist grundsätzlich der Ansatz, Lebensmittel so unverarbeitet wie möglich zu kaufen und auf Fertigprodukte zu verzichten. Denn die sind, ob vegan oder nicht, selten gesund. Frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sind von Natur aus vegan und haben keine lange Zutatenliste, dafür aber jede Menge Vitamine und Nährstoffe.

Vegane Lieblingsgerichte finden

Klar, wer frisch einkauft, muss auch frisch kochen und das nimmt definitiv mehr Zeit in Anspruch als das Aufwärmen von Fertiggerichten. Aber auch frisch kochende „Allesesser“ berichten von einem deutlich höheren Zeitaufwand in der veganen Küche. Woran liegt das? Die meisten Menschen haben bestimmte Gerichte, die sie immer wieder kochen, weil sie so einfach und lecker sind. Und abgesehen davon, dass es gar nicht so leicht ist, auf diese liebgewonnenen Speisen zu verzichten, kann es eine Weile dauern, bis vegane Alternativen gefunden sind, die sich geschmacklich wie handwerklich ebenso gut in den Alltag integrieren lassen. Das erfordert Geduld und Kreativität, die viele Menschen zwischen Job- und Familienstress verständlicherweise nicht aufbringen können oder wollen.

Wer die vegane Lebensweise ausprobieren möchte oder eine Ernährungsumstellung plant, sollte das Projekt also in einer möglichst stressfreien Zeit oder sogar im Urlaub angehen, sich selbst Zeit geben und Ausnahmen zugestehen. Druck oder strikte Verbote bewirken nämlich Frustration statt Motivation und können allen Beteiligten die Laune gründlich verderben. Stattdessen können simple Tricks helfen, auch schwierige Situationen zu meistern: Laden Sie die Freunde doch zum nächsten Abendessen einfach zu sich ein und überraschen Sie sie mit einem köstlichen veganen Flammkuchen. Klingt einfach? Ist es auch! Hier ist das Rezept:

Veganer Flammkuchen

Veganer Flammkuchen

   
100 g Mehl 2 EL Weizenkeime
1 Prise Zucker ½ TL Salz
½ Päckchen Trockenhefe 75 ml lauwarmes Wasser
1 ½  TL Öl 150 g Sojajoghurt                                                      
1 kleine Süßkartoffel 2 Handvoll Cocktailtomaten
1 rote Zwiebel frischer Thymian
Salz/Pfeffer nach Belieben Meersalz

Zubereitung:

Die Hefe mit dem Wasser in eine Rührschüssel geben und unter Rühren auflösen. Mehl, Weizenkeime, Salz, Zucker und Öl dazugeben und mit den Knethaken des Handrührgeräts kneten. Nach Bedarf noch etwas Mehl oder Wasser hinzufügen.

Der Teig sollte nicht kleben. Zugedeckt 2 Stunden gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch mal durchkneten, in zwei gleichgroße Stücke teilen, und dünn zu zwei Teigfladen ausrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Den Sojajoghurt mit Salz und Pfeffer würzen und reichlich auf dem Teig verteilen. Für 8 Minuten im Ofen vorbacken. In der Zwischenzeit die Süßkartoffel schälen und in hauchdünne Scheiben hobeln. Die Zwiebel schälen und hobeln. Die Tomaten waschen und halbieren, den Thymian waschen und abtropfen lassen. Das Blech aus dem Ofen nehmen, die Süßkartoffelscheiben und die Zwiebelringe darauf verteilen. Für weitere 5 Minuten in den Ofen schieben.

Aus dem Ofen nehmen, die Tomatenhälften und den Thymian darauf verteilen und sofort, nach Belieben mit etwas Meersalz, servieren.

Das Rezept stammt von der Food-Bloggerin Theresa, verfeinert wurde der vegane Flammkuchen mit den Vollgran Weizenkeimen von Dr. Grandel.

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Quellen: Dr. Grandel, Bild: Dr. Grandel, Text:  Ronja Kieffer