1. Home
  2.  › Ernährung
  3.  › Vegan
Grüne Smoothies Vegan Rohkost
Detox Smoothies

Sieben Tage Grüne Smoothies: Vegan & Rohkost Detox-Kur mit Abnehm-Effekt

„7 Tage grün“ machen dank des neuen Buches von Franziska Schmid und Stephanie Katharina Mehring momentan immer mehr Menschen. Die Detox-Kur besteht aus grünen Smoothies und veganer Rohkost. Wir in der Redaktion haben es sieben Tage lang versucht, mit unterschiedlichen Erfahrungen.

Grüne Smoothies Klassiker

"Der Klassiker" aus dem Buch ©© Meike Bergmann, TRIAS Verlag

Vor wenigen Wochen flatterte in unsere Redaktion das tolle kleine Büchlein „7 Tage grün – Grüne Smoothies und Rohkost“ von Franziska Schmid und Stephanie Katharina Mehring. Franziska Schmid ist bereits durch ihren Blog Veggie Love bekannt, Stephanie Katharina Mehring ist Detox-Expertin und betreibt das Projekt Raw Love Berlin. Beide haben also einen großen Erfahrungsschatz im Bereich vegane als auch Rohkosternährung. Mit schönen grünen Smoothie-Bildern machen sie richtig Lust auf die leckeren Getränke und locken einen zur Detox-Kur mit Versprechungen wie schöner Haut, dem Verschwinden von Verdauungsproblemen und dem Ausbleiben eines Hungergefühls durch den starken Nährstoffgehalt der Speisen. Bei den Speisen handelt es sich morgens um einen grünen Smoothie, das heißt einen Smoothie mit Obst und grünem Gemüse, mittags um einen leckeren Salat und abends um eine Suppe, also einen grünen Smoothie in Suppenform, die nicht wärmer als auf 42 Grad erhitzt sein darf. Den ganzen Tag über soll man einen Detox-Drink aus Limonen, Gurken, Pfefferminze und Wasser trinken, der entgiftet und mineralisiert. Wer zwischendurch Hunger bekommt, darf gerne auf Obst oder Trockenobst in Rohkostqualität zurückgreifen. Auch die Auswahl an Smoothies, Salaten und Suppen ist groß, so kommt keine Langeweile auf. Bestens durch das Buch motiviert, traten wir in der Redaktion zu viert - drei Frauen, ein Mann - die Reise ins Vegan-Rohkost-Grüner-Smoothie-Land an – und nicht alle kamen an.

Anzeige

Detox Smoothie

Unser selbstgemachter "Klassiker" ©ecowoman.de

Süße Smoothies & seltsame Suppen

Unseren ersten Detox-Tag starteten wir mit dem „Klassiker“ (hier geht's zum Rezept), dafür warfen wir Blattspinat, Äpfel, Bananen, Avocado, Zitrone, Ingwer, Wasser und eine selbstangesetzte Sole aus Himalaya- oder Steinsalz in unseren 1400 Watt starken Mixer. Die Menge ist reichlich, der Smoothie schmeckte fast allen gut und macht richtig satt. Mittags gönnten wir uns dann einen leckeren Möhrensalat mit Granatapfel. Durch den Mix aus pikantem Salat und süßen Früchten hatten alle wenig Gelüste auf anderes Essen. Die Bewährungsprobe folgte dann abends. Die lauwarme Spinatsuppe brachte einige von uns geschmacklich an ihre Grenzen, denn sie war fürchterlich süß und Suppe mit der Temperatur von Badewasser ist auch nicht gerade ein Hochgenuss. Den ersten Verlust erlitten wir dann am zweiten Tag: Nach einem mittelleckeren Smoothie mit Grünkohl und Früchten und nach dem „Italienischer Grüni“-Salat mit Frisée-Salat, Spinat, Staudensellerie, Avocado, Tomaten und Basilikum gab die Erste nachmittags auf: Die Konzentration fehlte durch das wenige Essen, die Arbeit fiel unfassbar schwer – gerade, wenn man sich bei einer Detox-Kur nicht gut fühlt, macht es wenig Freude und auch Sinn weiterzumachen.

Detox Salat Smoothie

Mittags gibt es Salat ©Nachhaligleben.de

Der Final Countdown bis nach Detox-Smoothie-Land

Die nächsten Tage zogen sich, aber erste positive Nebeneffekte wurden bemerkbar. Der Hunger blieb aus und die Lust auf Sünden wurde geringer. Die Verdauung funktionierte perfekt und trotz des vielen Gemüses war man nicht aufgebläht. Auch das Hautbild begann sich zu verbessern. Einer der größten Vorteile: Die tägliche Müdigkeit nach der Mittagspause blieb durch die leichten, gesunden Speisen komplett aus. Weiterhin blieben die allabendlichen Suppen ein Problem, vor allem die fast ungenießbare Feldsalat-Feigen-Suppe hätte einige fast zum Beenden der Aktion geführt. Aus diesem Grund stiegen wir gemeinschaftlich abends auf Smoothies oder Salat um, denn die Suppen schienen die sieben grünen Tage gefühlt zu verlängern. Nachdem wir alle tapfer die ersten vier Tage durchgehalten hatten und es durch den Verzicht auf die Suppe erträglicher wurde, gab es einen groben Rückschlag. Unser einziger männlicher Mit-Detoxer musste aufhören: Durch das zu späte Aufwachen am Morgen, war die Zeit zu knapp einen Smoothie zuzubereiten. Der Hunger war groß, der Bäcker auf dem Weg zur Arbeit nah… Nun waren wir noch zu zweit und das nicht mehr lange.

Denn auch die vorletzte Selbsttesterin kündigte an, am nächsten Tag aufzuhören. Der Grund: Starke Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und einfach ein schlechtes, unwohles Gefühl bei der ganzen Sache. Außerdem blieb der angenehme Nebeneffekt des Abnehmens bei ihr aus. Es zeigte sich also: 7 Tage grün ist nicht für jeden etwas, denn jeder Körper reagiert anderes, während die einen sich während einer Detox-Kur fit und frisch fühlen, geht es anderen schlecht und sie fühlen sich schlapp. Die letzten zwei Tage des Selbstversuchs waren dann jedoch für die letzte Detoxerin ein leichtes, denn das Hungergefühl ist ganz verschwunden, was vielleicht auch an der geringen Auswahl an Essen liegt. Es gibt zwar reichlich Gemüse und Obst, aber irgendwann vergeht einem auch die Lust darauf und so fällt es leicht auf Sünden zu verzichten, denn die allgemeine Lust auf Essen vergeht. Der letzte Tag vergeht dann wie von selbst, die Vorfreude auf das Festmahl am nächsten Tag wächst und damit auch der Wille durchzustehen. Der sichtbare Erfolg durch die gute Haut und doch einige Kilo (vier Kilo in sieben Tagen) weniger machen die letzten Stunden noch einfacher.

Anzeige

7 Tage grün

7 Tage grün - Grüne Smoothies und Rohkost © Meike Bergmann, TRIAS Verlag

Schlusstrich – Endlich Essen!

In der letzten Nacht fällt es durch den Gedanken an das morgendliche Käsebrötchen schwer einzuschlafen. Die nüchterne Erkenntnis am Morgen: So viel Lust hat man gar nicht auf das Brötchen. Auch die nächsten Tage kann man feststellen, dass das Hungergefühl und die Lust auf Süßes geringer ist als vor der Entgiftung. So hat man auch nicht gleich die eventuell verlorenen Pfunde wieder drauf. Außerdem ist man viel schneller satt und hat tatsächlich richtig viel Lust auf gesundes Essen – der Körper hat gemerkt, was ihm gut tut. Trotzdem ist es ganz angenehm wieder gekochte und kohlenhydratreiche Nahrung zu sich zu nehmen, einfach für die Psyche. 7 Tage grün ist ein schöner kleiner Leitfaden für alle, die Lust haben sich auf ein Rohkosterlebnis einzulassen, die ihren Körper entgiften wollen und vielleicht auch das eine oder andere Kilo abnehmen wollen. Zur Abnahme muss aber gesagt werden, von vier Personen haben bei uns in der Redaktion nur zwei abgenommen, davon eine aber auch ziemlich rasant. Der Abnehmerfolg ist also von Person und Stoffwechsel abhängig. Der Hauptgrund für 7 Tage grün sollte aber das Entgiften des Körpers sein. Durch Detoxing lernt man seinen Körper neu kennen und merkt, dass man sich auch nur mit Gemüse und Obst richtig gut, manchmal auch besser fühlen kann.

Text: Kristina Reiß