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Nachhaltigleben
Richtig Kompostieren!

Anleitung zum richtigen Kompostieren im Garten

Selbst richtig Kompostieren ist ganz einfach und jeder kann einen Komposthaufen ohne viel Arbeit, selbst im Garten errichten. Wer kompostiert, erzeugt günstigen Dünger und tut was für die Umwelt. Vorsicht gilt nur bei Lebensmitteln, denn hier kann schnell Ungeziefer wie Ratten angezogen werden.

Komposthaufen stinken und sind viel Arbeit – so denken viele Menschen. Dabei ist es ganz leicht einen Komposthaufen anzulegen und die vermutete Geruchsbelästigung ist sehr gering. Außerdem überwiegen die Vorteile des Komposthaufens, denn er liefert durch viele Mikroorganismen einen sehr guten Dünger und der ist sogar noch kostenlos. Kompostieren spart also Geld und hilft der Natur. Es geht so einfach: Alle Gartenabfälle, Äste, verblühte Blumen, aber auch Obstschalen werden auf dem Komposthaufen entsorgt. Regenwürmer, Asseln und Mikroorganismen fressen sich durch die Pflanzenreste und verwandeln diese zu Humus.

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Bauanleitung

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Ein Komposter schützt den Kompost vor äußeren negativen Einflüssen ©iStock

Als Grundlage für einen Komposthaufen dient eine dicke Schickt aus dünnen Ästen oder Reisig, denn nur so erhält der Kompost genug Luft. Abwechselnd können nun feinere, feuchte Abfälle mit trockenen, groben Materialien übereinander geschichtet werden. Am besten zunächst eine fertige Schicht Kompost aufschütten (gibt es zum Beispiel im Baumarkt oder beim Gartenbedarf zu kaufen), dadurch kommt das Kompostsystem besser in Schwung. Ohne große Kosten kann so der eigene Komposthaufen eingerichtet werden.

Der beste Platz für den Komposthaufen

Der beste Platz für eine Kompostanlage ist ein ebener, natürlicher Gartenboden, der vor starkem Wind und Regen als auch vor hoher Sonneneinstrahlung geschützt ist. Dort können die Abfälle auf einen Haufen geworfen oder in einem Komposter geschichtet werden. Alle organischen Materialien finden ihren Platz auf dem Komposthaufen, bei Lebensmitteln sollte man möglichst auf Gekochtes oder ähnliches verzichten, da es Ratten anlocken kann. Trotz allem gilt die Devise: Je mehr Vielfalt auf dem Kompost desto besser der Dünger.

Das darf auf den Komposthaufen

Gras- und Wiesenschnitt (nur angewelkt oder getrocknet sonst kann es zu brennen anfangen)

Heu, Stroh

Hecken- und Baumschnitt

Laub

Küchenabfälle wie Obst, Gemüse, Tee, Kaffee und Eierschalen (gut vermischen wegen der Ratten)

Blumen und Zierpflanzen

Das darf nicht auf den Komposthaufen

Stoffe und Textilien

Buntes Papier und Pappe

Gespritzte Obstschalen

Gekochte Essensreste

Öl/Fett

Fleisch-/Fisch-/Knochenabfälle

Straßenkehricht

Asche

Pflanzen mit Schädlingsbefall

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Das erste Mal mit dem eigenen Kompost düngen

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So schön kann sich ein Komposthaufen in den Garten eingliedern ©iStock

Nach circa sechs Monaten kann zum ersten Mal mit frischem, selbstgemachten Kompost gedüngt werden. Dieser verbessert für robuste Kulturen den Boden oder deckt den Boden auf abgeräumten Beeten ab. Nach einem Jahr kann der sogenannte Reifekompost für jegliche Pflanzen genutzt werden.

Quelle: Livingpress
Text: Kristina Reiß