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Eine Erkältung schnell loswerden gelingt mit Meerrettich
Wunderwaffe Meerrettich

Meerrettich: Die biologische Wunderwaffe gegen Erkältungen

Viele Heilpflanzen sind echte Alternativen zu konventionellen Arzneimitteln. Als pflanzliches Antibiotikum bekämpft Meerrettich Atemwegs- und Harnwegsinfekte schnell und nachhaltig. Muskelschmerzen und Verspannungen werden gelindert. 

Nur als bayrische kulinarische Spezialität wahrgenommen, wird der Meerrettich weit unterschätzt. Das grüne Kraut mit seiner scharfen Wurzel wird in Deutschland bereits seit dem Mittelalter als pflanzliches Heilmittel eingesetzt. Mittlerweile konnte man in mehreren Studien nachweisen, dass Meerrettich eine wirksame und natürliche Alternative zu Antibiotika darstellt.

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Heilkräfte aus der Natur

Viele Menschen vertrauen zunehmend den Heilkräften der Natur anstatt auf konventionelle Arzneimittel zurück zu greifen. Bei vielen Kräutern und Gewürzen wurde mittlerweile deren heilsame Wirkung bestätigt. Die Meerrettichwurzel ist der medizinisch wertvolle Teil der Pflanze und gilt als effektives pflanzliches Antibiotikum. Meerrettich kann von September bis Februar geerntet werden und ist gut lagerfähig. Er enthält enorm viel Vitamin C und vor allem wertvolle Senföle. Senföle werden beim zerkleinern oder verreiben von Meerrettich freigesetzt und sind verantwortlich für den scharfen Geschmack. In klinischen Studien konnte man belegen, dass die innerliche Anwendung von Senfölen eine hemmende Wirkung auf viele Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Hefen hat, insbesondere aber auf Bakterien die Atemwegs- und Harnweginfektionen auslösen. Äußerlich angewendet fördern die Inhaltsstoffe des Meerrettich die Durchblutung und kann korrekt dosiert bei Muskelverspannungen und leichten Sportverletzungen Linderung verschaffen.

Wirkspektrum des Meerrettich weitaus umfassender

Bereits beim ersten Zerkleinern des Meerrettich werden die ätherischen Senföle freigesetzt, was sich an dem scharfen zum Teil beißenden Geruch bemerkbar macht und auch gleich Wirkung in Form von tränenden Augen zeigt. Im Gegensatz zu klassischen Antibiotikapräparaten konnte nachgewiesen werden, dass das Wirkspektrum des Meerrettich weitaus umfassender ist und gleichzeitig weniger Nebenwirkungen auftreten. Bei Erkrankungen der Atemwege und Infektionen der Harnwege innerlich angewandt, zirkulieren die Senföle an Eiweiße gebunden durch die Blutbahn bis an ihren Bestimmungsort. Dort sammeln sie sich, greifen direkt die entzündungsauslösenden Bakterien an und hemmen deren Wachstum, wodurch sie in Folge absterben. Unabhängig von der Leistungsfähigkeit im Akutfall stärkt der Meerrettich die Immunabwehr ganzheitlich, wirkt entschlackend und liefert  eine gesunde Portion an wichtigen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen. Meerrettichwurzel gibt es oft in Kombination mit anderen bakterienhemmenden Kräutern bereits fertig gepresst in Tablettenform in der Apotheke.

Die Meerrettichwurzel ist der medizinisch wertvolle Teil der Pflanze und gilt als effektives pflanzliches Antibiotikum.

ecowoman Tipp:

Wer den Geschmack mag und bereits beim Zerkleinern des Meerrettich von den ätherischen Senfölen profitieren will, der zerreibt die Wurzel sehr fein und  vermengt sie mit etwas Obst oder Honig. In der Regel sollte bei genannten Beschwerden 2-3 Mal täglich 1 Teelöffel frischer, geriebene Rettichmischung eingenommen werden. Äußerlich angewendet lindert frisch geriebener Meerrettich in ein Baumwolltuch eingeschlagen auf den Bronchien Hustenreiz und entspannt Muskelschmerzen an den betroffenen Stellen. Die Umschläge von den Hautstellen nehmen, sobald es anfängt zu brennen und mehrmals täglich die zerriebene Frischpflanze im Umschlag wechseln und Vorgang wiederholen. Frischer Meerrettich kann, insbesondere auf nüchternen Magen eingenommen, zu Magenreizungen führen. Senfölhaltige Pflanzen sollten auch in Hinsicht auf ihre schleimhautreizende Wirkung nur exakt dosiert eingenommen werden. Bei Beschwerden mit Magen, Darm und Nieren sowie bei Kindern unter vier Jahren wird von der Einnahme ganz abgeraten oder nur nach Absprache mit einem Arzt.

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Bilder: thinkstock-handmadepictures, PIKSEL, Text: Tine Esser