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Sicheres Kinderspielzeug kaufen

Tipps für den Weihnachtseinkauf: Sicheres Kinderspielzeug

Vor dem Beginn der großen Weihnachts-einkäufe gibt Verbraucher-schutzminister Johannes Remmel hilfreiche Tipps für den Kauf von Kinderspielzeug.

Mit einfachen Regeln können Eltern selbst überprüfen, ob die Spielwaren sich für Kinder eignen: „Nehmen Sie Spielzeug vor dem Kauf im Laden genau unter die Lupe. Lassen Sie es sich gegebenenfalls auspacken und überzeugen Sie sich selbst. Spielzeug muss schadstofffrei und sicher sein“, betont Minister Remmel.

Um sich von der Sicherheit von Spielzeug zu überzeugen gilt es einfache Regeln zu beachten. Wichtige Erkennungsmerkmale dabei sind:

Verarbeitung

Achten Sie darauf, ob das Spielzeug stabil ist. Ablösbare Kleinteile wie Augen oder Knöpfe müssen fest angebracht sein. Spielzeug sollten Sie deshalb vor dem Kauf genau anschauen. Verletzungsgefahr besteht zum Beispiel bei scharfen Spitzen oder Kanten. Holzspielzeug sollte glatt sein. Lange Schnüre, Seile oder Bänder können Kinder strangulieren.

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Geruch

Hände weg von Spielzeug mit unangenehmen Geruch. Riecht Spielzeug zum Beispiel benzinartig, beißend oder stechend, ist dies meist ein Hinweis auf unerwünschte Chemikalien.
Duftendes Spielzeug und Kinderparfums sind überflüssig und können sogar schädlich sein! Denn einige synthetische Duftstoffe können Allergien auslösen. Und der Duft animiert die kleinen Kinder auch dazu, solche Spielsachen in den Mund zu nehmen.

Sicheres_Kinderspielzeug

Bei jedem Spielzeug-Kauf sollten Sie einige Kriterien beachten © Howard Shooter/ Dorling Kindersley RF

Kennzeichnung

Eltern sollten auf die Altersangaben achten. Spielzeug, das für Kinder unter 36 Monaten gefährlich sein kann, weil es beispielsweise Kleinteile enthält, die verschluckt oder eingeatmet werden können, muss mit einem entsprechenden Warnhinweis „Nicht für Kinder unter 3 Jahre geeignet“ gekennzeichnet sein. Weitere wichtige Angaben auf der Verpackung sind das CE-Zeichen. Es sagt aus, dass dieses Produkt den europäischen Mindestanforderungen an Sicherheit und Gesundheit genügt.

Kunststoff

Eine gute Orientierung gibt der freiwillige Hinweis "PVC-frei" oder "phthalatfrei" bei kunststoffhaltigem Spielzeug. Phthalate sind Weichmacher, die die Kunststoffe elastischer machen und teilweise gesundheitlich nicht unbedenklich sind. Seit Anfang des Jahres 2007 sind bestimmte Phthalate in Spielzeug verboten.

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Gütesiegel

Beim Kauf sollten Sie auf das GS-Zeichen achten, das der Hersteller freiwillig auf seinem Produkt anbringen kann. Dieses deutsche Sicherheitszeichen wird von staatlich anerkannten Prüfstellen vergeben. Die Richtwerte für das GS-Zeichen, die zum Beispiel für Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) eingehalten sein müssen, liegen deutlich niedriger als die seit Juli 2013 geltenden Grenzwerte der neuen EU-Spielzeugrichtlinie.

Lackierte Oberflächen

Und zu guter Letzt: Vor dem Kauf sollten Sie einen einfachen ‚Reibetest’ machen, so können Sie prüfen, ob das Spielzeug abfärbt. Bleibt Farbe am Finger, ist Vorsicht geboten!

Tipp: Holzspielzeug sicher mit Aqua-Lacken behandeln
Der aktuelle Holzspielzeug-Test der Stiftung Warentest hat viele Verbraucher aufgeschreckt: In mancher getesteter Lackierung steckten viele gesundheitsgefährdende Stoffe, die niemand seinen Kindern in die Hände geben möchte. Wer Holzspielzeug oder Kinderbetten selbst behandelt, ist mit den AURO-Lacken oder Lasuren auf Aqua-Basis immer auf der sicheren Seite.

Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Text: Christina Jung