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Geocaching
Zurück in die Natur

Moderne Schatzsuche für Groß und Klein

In Zeiten, als unsere Vorfahren noch auf die Jagd gingen, haben sie sich leise und auf sicheren Abstand achtend den Bären genähert und wenn nötig erlegt. Heute traut man sich nicht mehr so nah an sie heran. Mit Smartphones auf die moderne Jagd gehen.

Für viele ältere Kinder, die ja heute meistens mit modernster Technik aufwachsen, stellt der Bären Caching Park in Serfaus-Fiss-Ladis eine ganz eigene Herausforderung dar. Diese ist mit Intelligenz, aber auch technologisch unterstützt zu bewältigen und macht dabei auch noch Spaß.

Durchlaufen wird ein weiträumiger Parcours, an dessen Ende sich das Geheimnis vom Schatz des Bären entschlüsselt. Damit ist auch der Name des Parks erklärt, denn „Cache“ bedeutet übersetzt „Versteck“ oder „kleines Lager“.

Seinen Ursprung hat das „Caching“ vom Letterboxing, bei dem mit Hilfe von Hinweisen und einem Kompass „Schätze“ gesucht werden, die vorher an verschiedenen Orten versteckt wurden. Dieses gab es nachweislich bereits 1854 in Dartmoor, wo es nach wie vor populär ist.

Geocaching

Der altebewährte Kompass wird nun durch GPS-fähige Smartphones ersetzt © iStockphoto/ Thinkstock

Beginn der modernen Schnitzeljagd

Die Verbesserung des GPS-Signals im Jahr 2000 machte die „Erfindung“ des Geocaching erst möglich. Im gleichen Jahr war es Dave Ulmer, der in der Nähe der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon den ersten Cache in der Erde vergrub und die Koordinaten im Internet veröffentlichte. Binnen eines Tages war das Versteck gefunden und Geocaching war geboren.

Das Prinzip hat sich bis heute bewährt. Die Geocacher verstecken Dosen voller kleiner netter Dinge sowie einem Notizbüchlein, dem Logbuch. Sobald ein Schatzsuchender mithilfe von GPS den Schatz findet, tauscht er eine Kleinigkeit aus dem Inhalt der Dose aus, loggt den Besuch und versteckt die Dose anschließend wieder an derselben Stelle – für die nächsten Geocacher.

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Geocaching

Jeder "Cache" ist markiert, damit er auch nicht verwechselt werden kann © gunnar3000 - Fotolia.com

Die Faszination Geocaching erweckt in Erwachsenen wieder den kindlichen Spieltrieb. Doch nicht nur das Finden der Schätze macht den Spaß aus, Geocacher haben Spaß am Unterwegssein, am Draußensein, an der Suche und der Knobelei, an der Herausforderung.

So unterschiedlich wie die Cachetypen, so abwechslungsreich wie die Landschaften, in denen Caches versteckt sind, so verschieden sind auch die Geocacher-Typen: Während die einen es als Zusatzanreiz beim sportlichen Wandern betreiben, nutzen andere den Reiz der Schatzsuche einfach, um ihre Kinder (oder sich selbst ;-) ) zu Ausflügen zu bewegen.

GeoCaching

In der Region Serfaus-Fiss-Ladis können Kinder nicht nur mit den Eltern wandern, sondern nun auch im Bären Caching Park auf Bärenjgd gehen © foto-mueler.com/ Andreas Kirschner Fiss

Zurück in die Natur

Dieses Prinzip hat sich auch der Bären Caching Park zur Nutze gemacht. Weg von Fernsehen und Playstation, raus in die Natur und selbst der Schatzsuchende sein,so sollen die Kinder zur Bärensuche animiert werden. Eine echte „Mutprobe“ ist dabei die vorletzte Station: Wer traut sich in den Bauch des großen Bären zu klettern und im Dunkeln den nächsten Hinweis zu suchen? Denn der Richtungscode ist hier, wie bei allen Stationen, nicht einfach auf einem Schild angebracht, Hinweise müssen ertastet oder anderweitig erspürt werden. So werden zusätzlich mehrere Sinne der Kinder mitgeschult.

Wer die Endstation erreicht, sieht einen Bären vor sich, auf dessen Bauch ein Fernrohr angebracht ist. Schaut man durch dieses hindurch, entdeckt man „den Schatz, der allen gehört“. Was man da sieht, ist selbstverständlich ein Geheimnis.

Quelle: Geocaching.de, Serfaus-Fiss-Ladis / Intorbild: iStockphoto/Thinkstock
Text: Christina Jung