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Hautpflege bei Mann und Frau
Wer braucht länger im Bad?

Was Frauen von Männern lernen können

Spätestens vor zehn Jahren konnte das Ammenmärchen davon, dass Frauen grundsätzlich immer länger im Bad brauchen als Männer gekippt werden. Der Kosmetikverband VKE gab bereits im Jahr 2010 eine Information heraus, die besagte, dass sich sowohl Männer als auch Frauen täglich 15 bis 30 Minuten für die Körperpflege gönnen. Heißt das auch, dass Frauen nun Pflegetipps von ihren Partner bekommen?

Das Thema Pflege ist Männer zunehmend wichtiger geworden

Für Zahnpflege, Duschen, Eincremen, Styling und die Rasur fiel also noch vor zehn Jahren ein ausgeglichenes Ergebnis: Frauen brauchen im Bad ebenso lange wie Männer. Ob das ein Resultat der „Vorwürfe“ war, die besagten, dass Frauen immer eine gefühlte Ewigkeit im Bad zubringen? Darüber gibt es keine Auskunft seitens der Studienbetreiber.

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Wohl aber erklärt der VKE, dass sich die Männerwelt in puncto Pflege verändert haben soll: „Berührungsängste mit dem Thema „Pflege“ kennen Männer heute nicht mehr. Die neuen Herrenpflegeserien sind genau auf die besonderen Ansprüche der männlichen Haut abgestimmt. Neben den Klassikern wie After Shave und Duft verwenden Männer mittlerweile immer selbstverständlicher spezielle Gesichtspflege wie z.B. Reinigungsschaum und Cremes und auch Selbstbräuner bzw. Pflege mit Selbstbräuner. Dazu kommen zunehmend Spezialprodukte wie Augenpflege, Masken und Seren.“

An diesen Stellen können Frauen von ihren Partner lernen

Wer den Gedanken weiterspinnt, dass sich Frauen von ihren Partnern Tipps in puncto Hautpflege holen sollten, der könnte zunächst verwundert sein. Doch ein Blick in diese Details zeigt: Es gibt wirklich Punkte, die Frauen von Männern lernen können.

Tipp 1: Reichlich Rasierschaum ermöglicht die hautschonende Nutzung des Nassrasierers

Rasierhobel und Rasierschaum

Benutzt der Mann einen Rasierhobel, muss vorher reichlich Rasierschaum aufgetragen werden. Das sollten sich Frauen bei den Männern abschauen.

Dass Rasierhobel nach wie vor größtenteils „Männersache“ sind, hat einen simplen Grund. Tendenziell neigen Frauen dazu (mitunter aus Zeitgründen) bei der Nutzung ihrer Nassrasierer an Schaum zu sparen. Die Folge sind Hautirritationen und Hautprobleme. So sollten Frauen die Verhaltensweise ihrer Männer annehmen, indem sie gründlich Schaum auftragen und einwirken lassen. Für die Rasur können sie ihren Ladyshaver nutzen oder den sogenannten Rasierhobel. Rasierhobel im Vergleich nebst einem umfangreichen Ratgeber gibt es online.

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Dort geht es allerdings vornehmlich um die unterschiedlichen Bauarten von Rasierhobeln: Der erste Typ ist der Rasierhobel mit geschlossenem Kamm. Dabei handelt es sich um Modelle, bei denen die Klinge auf einer Wölbung des Rasierer-Kopfes nahezu aufliegt. Dieser Rasierhobel ist für Anfänger geeignet, da sich die Rasur sanfter auf der Haut anfühlt. (…) Wenn Sie einen Rasierhobel mit offenem Kamm haben, liegt die Klinge auf mehreren Zinken auf, die die Haare vor dem Schnitt aufrichten sollen. Die Klingen dieses Rasierhobels stehen etwas weiter ab. Zwischen dem Kamm und der Klingenschneide ist also mehr Platz. Demnach ist die Verletzungsgefahr etwas größer, da die Klinge hier eine wenige Millimeter größere Angriffsfläche hat.“

Tipp 2: Frauen sollten bei Pflegeprodukten praktischer denken

Creme im Tiegel

Creme im Tiegel ist der Klassiker, allerdings sind Pumpspender leichter in der Dosierung.

Der VKE erkannte bereits vor zehn Jahren, dass die Männerwelt sich Cremes, Tuben und Tiegel ganz genau ansieht, bevor sie sie kauft. In der entsprechenden Presseinformation heißt es: „Einige kleine Unterschiede gibt es beim neuen Mann übrigens im Vergleich zu den weiblichen Konsumentinnen: Für Männer müssen sowohl das Produkt als auch das Packaging vor allem praktisch und funktional sein. Der Cremetiegel der Partnerin ist damit also mittlerweile praktisch tabu.“ An dieser Stelle können Frauen sicherlich von ihren Partnern lernen – oder sind es eher die Hersteller, die diese Aussage berücksichtigen sollten?

Besonders hygienisch und praktisch sind Pumpspender, die quasi auf Knopfdruck Lotionen ausspucken. Der Nachteil liegt dabei meist darin, dass immer ein Rest im Pumpspender zurückbleibt, der dann nur schwerlich mit dem Pumpmechanismus heraufbefördert werden kann.

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Tipp 3: Pflege und Duft voneinander trennen. Das hilft der Haut

Parfüm sprühen

Natürlich ist es praktisch, wenn das Pflegeprodukt direkt einen angenehmen Duft versprüht. Für die Haut ist diese Kombination aus Pflege und Duft allerdings keine Wohltat. Stattdessen raten Dermatologen dazu, auf natürliche Pflegeprodukte zu achten, die parfümfrei sind. Das verhindert Reizungen auf der Haut. Für den passenden Duft kann dann zum Parfüm gegriffen werden.

Für die klassische Hautpflege gibt es drei Pflegevarianten – je nachdem welchen Pflegebedarf die Haut hat: Salben bilden einen dicken Schutzfilm und verhindern dadurch, dass sie austrocknet. (…)  Cremes enthalten mehr Wasser als Salben. Sie haben eine weniger feste Konsistenz und lassen sich deshalb leichter und angenehmer auftragen. (…) Lotionen enthalten von allen Pflegeprodukten am meisten Wasser. Dies verdunstet leicht, was einen kühlenden und eher austrocknenden Effekt hat.“

Dermatologen empfehlen, eine auf das Hautbild und den Pflegebedarf abgestimmte Pflege anzuwenden und bei Bedarf punktuell für einen angenehmen Duft zu sorgen. Wer auf Parfüm nicht verzichten möchte, obgleich Duftstoffe im Verdacht stehen, Allergien auszulösen, könnte sich vielleicht mit den natürlichen Düften von Bioparfüms anfreunden.

Quellen: Bilder: Depositphotos/IgorVetushko, baibaz, AllaSerebrina, diego_cervo, Text: red