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Gemuesepatent

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Kommt nun auch das Patent auf Saatgut?

Es klingt absurd, aber tatsächlich gibt es profitgierige Biotech-Firmen, die sich Gemüse- und Obstsorten patentieren lassen wollen. Damit wollen sie quasi Züchter dazu zwingen, sie für das Saatgut zu bezahlen oder eine Klage zu riskieren.

Profitgierige Biotech-Firmen, wie Monsanto & Co. wollen die alleinige Kontrolle über das Saatgut für sich beanspruchen. Alltägliche Obst- und Gemüsesorten, wie Gurken, Brokkoli und Melonen, wollen sie sich patentieren lassen, um somit die Züchter zu Zahlungen zu zwingen. Diese Firmen haben im EU-Recht Lücken gefunden, die Exklusivrechte an konventionellem Saatgut nicht unterbinden.

Wenn ein Patent erst einmal in einem Land existiert, werden andere Länder durch Handelsabkommen und Verhandlungen oft dazu gedrängt, es ebenfalls anzuerkennen. Laut Monsanto & Co. fördern Patente Innovation, doch in Wirklichkeit schaffen sie ein Lebensmittelmonopol für Unternehmen. Die Lage ist jetzt schon katastrophal: Monsanto allein besitzt 36% aller Tomatensorten, 32% der Paprikasorten und 49% der Blumenkohlsorten, die in der EU eingetragen sind.

Doch glücklicherweise steht das Europäische Patentamt unter der Kontrolle von 38 Mitgliedstaaten, die gefährliche Patente auf Lebensmittel aus konventioneller Züchtung mit einer Abstimmung beenden können. Selbst das Europaparlament hat in einer Stellungnahme gegen solche zerstörerischen Patente Einwand erhoben. Durch eine einfache regulatorische Änderung, könnten unsere Lebensmittel, unsere Landwirte und unsere Erde vor Firmenkontrolle geschützt werden.

Unterzeichnen auch Sie die Kampagne, um unsere Lebensmittel zu verteidigen.

Quelle: Avaaz / Text: Christina Jung

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