Nachhaltigleben
Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Ressourceneffizienz im Fokus

Ehrenpreis für Ressourceneffizienz bei Deutschem Nachhaltigkeitspreis 2013

Im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2013 wurde in diesem Jahr zum ersten Mal eine Sonderauszeichnung für „Ressourceneffizienz“ verliehen. Die Steinbeis Papier GmbH ist Pate dieser Kategorie und der Preis wird von EU-Umweltommissar Potocnik an die Viessmann Werke verliehen. 

Die Energiewende und steigende Energie- und Rohstoffpreise lassen das Thema Ressourceneffizienz immer mehr in den Fokus der deutschen Wirtschaft rücken. Ein effizienter Umgang mit Ressourcen ermöglicht gewaltige Kostensenkungs-Potenziale. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass der Kostenanteil für Material und Energie im produzierenden Sektor bei über 40 Prozent liegt. Der Deutsche Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf hat dieses Thema in den Mittelpunkt gerückt, da diese Einsparmöglichkeiten bisher nur unzureichend genutzt wurden.

Der Gewinner: Die Firma Viessmann Werke GmbH & Co. KG

Beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013 in Düsseldorf wurde die besondere Auszeichnung in der Kategorie "Ressourceneffizienz" zum ersten Mal verliehen. Der Sonderpreis wurde an die Firma Viessmann von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik überreicht. Laut Jurybegründung stellt sich  Viessmann "als international agierender Hersteller von Heiztechniksystemen in herausragender Art und Weise sowohl der sozialen Verantwortung für die Mitarbeiter als auch der Verantwortung für die Zukunftssicherheit kommender Generationen." Den zweiten Platz in dieser Kategorie belegte 3M Deutschland GmbH und den dritten Platz die ebm-papst Unternehmensgruppe.

300 Millionen Euro für nachhaltige Konzepte

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Die TOP 3 der Ressourceneffizientesten Unternehmen: Viessmann, 3M und ebm-papst ©Marc Darchinger

Einer der Vorreiter der nachhaltigen Unternehmensführung ist der Papierhersteller Steinbeis, der mit Innovationen Standards im ressourceneffizienten Wirtschaften gesetzt hat. Zu diesen zukunftsweisenden Konzepten gehören u.a. Zero-Waste-Produktion, modernste Umwelt- und Kreislauftechnologien und 100 Prozent geschlossene Kreisläufe Wasser. 300 Millionen Euro investierte das Unternehmen in diese innovativen Technologien. Der Kraftakt hat sich jedoch für den Mittelständler ausgezahlt. Die CO2-Emissionen wurden im Vergleich zu 1990 um 68 Prozent reduziert und der Papierhersteller wurde gleichzeitig zum europaweiten Marktführer für grafische Büro- und Magazinpapiere, die aus 100 Prozent Altpapier gefertigt werden. Steinbeis setzt sich dafür ein, dass die Potenziale einer effizienten Nutzung von Ressourcen noch mehr in den Fokus einer strategischen Unternehmensführung rückt.

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Unternehmen mit Vorbildcharakter

Das Beispiel Steinbeis zeigt wie wichtig es ist, dass Unternehmen den Mut haben innovative Konzepte anzugehen, die die Aspekte der Nachhaltigkeit erfüllen. Es wird gerade hier deutlich, dass Unternehmenserfolg und nachhaltiges Handeln durchaus konform gehen. Wir brauchen mehr solcher Pioniere, die bereit sind neue Wege zu gehen und Worten auch Taten folgen lassen. Die Steinbeis Papier GmbH ist ein Unternehmen mit Vorbildcharakter, die Unternehmertum und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft verknüpfen. Deshalb eignet sie sich besonders gut als Pate für die Kategorie "Ressourceneffizienz", vor allem wenn Unternehmen wie Viessmann ausgezeichnet werden.

Text: Peter Rensch