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Einen herrlichen Kräutergarten zu pflegen und zu betrachten tut nicht nur der Seele gut, auch unser Körper profitiert von der Kraft vieler Wild- und Heilkräuter.
Kraft der Natur nutzen

Die Kraft der Natur nutzen

Einen herrlichen Kräutergarten zu pflegen und zu betrachten tut nicht nur der Seele gut, auch unser Körper profitiert von der Kraft vieler Wild- und Heilkräuter.

Das weiß auch Eva Utz-Hiltl sehr genau. Und immer mehr Menschen schätzen das „alte Wissen“ der begeisterten Kräuterpädagogin: „In der heutigen Zeit ist es ja irgendwie fast schon normal bei Schmerzen oder Erkältungsbeschwerden schnell zur Tablette zu greifen. Doch die Natur und die Kraft der Pflanzen bieten uns so viele Alternativen – ohne Chemie und mögliche Nebenwirkungen. Wir nutzen sie nur zu wenig. Jede Essens- oder Teezubereitung bietet uns die Möglichkeit, unseren Körper mit passenden Heilkräutern und anderen Zutaten zu unterstützen und uns so etwas Gutes zu tun.“

Gerade jetzt im Frühjahr kann man mit einem Kräuterbeet oder einer mit Steinen umrundeten Kräuterschnecke einen tollen Grundstein dazu legen. Darin dürfen für die Kräuterexpertin zwei beliebte Kräuter-Hausmittel nicht fehlen: Melisse und Schafgarbe.

Wer z. B. Melisse im Garten oder auf der Fensterbank anpflanzt, kann auf deren beruhigende und krampflösende Wirkung vertrauen – ideal also bei Stress oder Nervosität, Schlaflosigkeit und nervösen Magenbeschwerden. Auch bei Menstruationsbeschwerden, Entzündungen der Harnwege und Infektionen können die Inhaltsstoffe der Pflanze heilsame Dienste leisten.

Die Schafgarbe ist ebenfalls ein sehr vielseitig einsetzbares Kraut, was bereits im antiken Griechenland bekannt war. Hier wurde die Pflanze oft zum Blutstillen und Desinfizieren von Wunden eingesetzt. „Darüber hinaus hat die Scharfgabe – wie auch die Melisse – eine beruhigende Wirkung“, erläutert die Kräuterpädagogin. „Besonders häufig wird Schafgarbe aufgrund ihrer für den Körper wichtigen Bitterstoffe bei Magen- und Darmkrankheiten eingesetzt. Da sie zudem entzündungshemmend ist, eignet sich das Heilkraut auch wunderbar bei Erkältungen oder einer Grippe.“

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Kraut ist nicht gleich Kraut

Wie jedoch nimmt man die vielfältigen Inhaltsstoffe der Kräuter am besten auf? Hier setzt Eva Utz-Hiltl zum einen auf selbstgebrühte Tees und Gurgellösungen: „Salbei und Thymian sind meine zwei persönlichen Teelieblinge. Beide Pflanzen sind winterhart und lassen sich bei uns sehr gut anbauen – und die Kräuter haben eine tolle Heilwirkung. Salbei z. B. ist entzündungshemmend, d. h. ideal, wenn man eine Entzündung im Hals- oder Mundraum hat. Man kann hierfür entweder die frischen Blätter kauen, einen Tee in kleinen Schlucken trinken oder einen Salbeiaufguss gurgeln. Thymian ist krampflösend, sehr gut für den Magen und eignet sich, wie z. B. Rosmarin, auch sehr gut in der Küche.“

Ein weiteres Steckenpferd der Kräuterexpertin, die regelmäßig auch Kochkurse mit Wild- und Heilkräutern anbietet und dabei gleich von Beginn an auf etwas ganz Wichtiges hinweist: „Kräuter können generell Hitze nicht gut vertragen, sie zerstört die so wichtigen Inhaltsstoffe. Deshalb sollten Kräuter immer erst ganz am Schluss mit ins Essen und ganz kurz mit aufgekocht werden. Daneben sind Dips und Brotaufstriche mit frischen Kräutern sind eine leckere und gesunde Ergänzung in der Küche.“

Und auch frisch im Salat bringen Kräuter nicht nur Geschmack, sondern können auch positiv auf unseren Körper und die Verdauung wirken. Ideal hierfür: Löwenzahn und Bärlauch. Die frischen Blätter des Bärlauchs werden hierfür in dünne Streifen geschnitten und mit in den Salat gegeben. Beim Löwenzahn verwendet man die gelben Blütenblätter, die durch ihre Bitterstoffe unserer Leber und Galle gut tun – neben dem optischen und kulinarischen Aspekt.

Augen auf beim Spaziergang – Wildkräuter sind eine tolle Küchenergänzung

Sogar beim Sonntagsspaziergang lohnt es sich mit offenen Augen durch die Natur zu gehen. Denn Wildkräuter sind an vielen Plätzen zu finden. Und gerade die oft wenig beliebte Brennnessel entpuppt sich als Lieblingskraut der Kräuterexpertin: „Die Brennnessel ist mein absolutes Lieblingskraut. Man erntet sie indem man den Stängel von unten greift und abknickt – ohne die Nesseln an den Blattunterseiten zu berühren. Dann birgt dieses Kraut, das reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, so viele tolle Verwendungsmöglichkeiten: als Tee, als Entschlackungskur, zum Blutreinigen oder in verschiedenster Form in der Küche. Aufläufe oder Suppen mit Brennnesseln sind wirklich lecker – und gesund. Probieren Sie es doch einfach mal aus!“

Für gezielte Heilerfolge empfehlen Experten Kräuter in sogenannter „Arzneimittelqualität“, z. B. aus der Apotheke. Denn diese unterliegen genauen Untersuchungen, dass die wichtigen Inhaltstoffe auch in empfohlener Menge enthalten sind.

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Bild: thinkstock, Text: red