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Baby anziehen
babyfreundliche Kleidung

Babys richtig anziehen

Babys brauchen Schutz – auch durch babyfreundliche Kleidung, die ihre empfindliche Haut vor Hitze, Kälte und Umwelteinflüssen bewahrt. Jedoch ist es nicht immer leicht, die richtige Babykleidung auszusuchen. Was niedlich aussieht, ist manchmal unpraktisch. Bei der Auswahl sollten die Eltern beachten, dass die Kleidungsstücke ihrem Nachwuchs behagen und ihn nicht in seiner Bewegungsfreiheit einschränken.

Wie wird ein Baby richtig angezogen?

Einen neuen Erdenbürger einzukleiden, hört sich einfach an, kann jedoch mit Schwierigkeiten einhergehen. Babys ist das tägliche An- und Ausziehen nicht geheuer. Sie fühlen sich von Strampler, Body und Co. eingeengt und beginnen zu weinen, wenn Ärmchen und Beinchen in Stoffschichten verschwinden. Ist die Babykleidung noch so bequem – das Umziehen bedeutet für Neugeborene Stress.

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Um ihnen den Prozess zu erleichtern, empfehlen sich für die Eltern folgende Tipps:

  • Babykleidung sollte bereitgelegt werden: Bevor das Baby auf den Wickeltisch oder das Bett gelegt wird, sollte die Kleidung bereitliegen. Müssen die Sachen erst zusammengesucht werden, fühlt sich der Nachwuchs alleingelassen. Die Mischung aus Angst und Unsicherheit führt zu einer negativen Assoziation mit dem Anziehen. Diese führt auch mit zunehmendem Alter zu Weinkrämpfen und Unruhe beim Umziehen.
  • Es hilft, den Sprössling zu beruhigen: Vor dem Anziehen ist es ratsam, die Hand auf das Bäuchlein des Kindes zu legen und es zu streicheln. Schauen die Eltern ihrem Nachwuchs aufmerksam in die Augen, signalisieren sie ihre Aufmerksamkeit. Das beruhigt das Baby und das Anziehen kann entspannt vonstattengehen.
  • Unterbrechungen führen zu Unruhe: Das Baby sollte so schnell wie möglich an- und ausgezogen werden. Jede Unterbrechung verunsichert das Kind, sodass es das Umziehen als unangenehm wahrnimmt. Erkennt es, dass es sich um einen harmlosen Prozess, der schnell endet, handelt, beruhigt es sich. Gleichzeitig verhindert das schnelle Umkleiden, dass dem Kind kalte Luft um die Füßchen oder den Körper weht. Geschieht das, fühlt es sich unwohl und beginnt zu weinen.
  • Bei der Bewegung ist weniger mehr: Um zusätzlichen Stress zu vermeiden, sollte der Sprössling beim Anziehen möglichst wenig bewegt werden. Ein Stillkissen kann sinnvoll sein, um dem Kind ausreichend Halt zu geben. Es vermittelt die Geborgenheit des Mutterleibs und kann Neugeborene beruhigen. Alternativ hilft es, das Baby abzulenken. Wer beim Ankleiden beruhigend auf den Nachwuchs einredet, verhindert, dass der Prozess mit Furcht und Unsicherheit gekoppelt wird.

Baby ankleiden

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Welche Kleidung eignet sich für Babys am besten?

Hochwertige Kinderkleidung ist aus hautschonenden Materialien gefertigt und schmiegt sich bequem an den Kinderkörper an. Babys brauchen viel Bewegungsfreiheit. Fühlen sie sich eingezwängt, sehen sie die Kleidung als etwas Schlechtes an und wehren sich dagegen. Ideal sind daher Wickelbodys und weite Ausschnitte. Die meisten Kleinkinder mögen keine Kleidung, die über ihren Kopf gezogen wird. Diese ruft bei ihnen ein unangenehmes „Tunnelgefühl“ hervor. Sie sehen ihre Umgebung nicht, da es für den Moment des Anziehens dunkel wird. Darauf reagieren sie mit Schreck und Widerwillen.

Speziell für die ersten Monate eignen sich aus dem Grund bequeme Wickelbodys, die mit Klettverschluss oder Druckknöpfen versehen sind. Alternativ empfehlen sich klassische Baby-Bodys. Obgleich diese dem Nachwuchs über den Kopf gezogen werden müssen, kann der Kragen weit geöffnet werden. Sie erweisen sich als praktisch, da sie nicht verrutschen und durchgehend geschlossen sind. Dadurch dringt keine kalte Luft an die Babyhaut. Zu den hochwertigen und bequemen Babysachen gehören auch Strampler. Diese schmiegen sich an den Körper des Kindes und verrutschen nicht. Empfehlenswert sind weiche Materialien, die dennoch robust sind. Sobald Babys zu krabbeln beginnen, braucht es Strampler mit möglichst dicken Beinlingen. Diese schützen vor Verletzungen.

Babyparty

TIPP: Babykleidung gehört zu der wesentlichen Babyausstattung. Da sie unter Umständen teuer ausfallen kann, ist es hilfreich, sich Strampler oder Bodys bei einer Babyparty schenken zu lassen. Wer möglichst günstig an Babykleidung gelangen möchte, kann auch darüber nachdenken, diese auszuleihen. Miet- und Share-Services für Kinder- und Babykleidung sind dafür auf dem Vormarsch.

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Die richtige Babykleidung für jedes Wetter

Nicht nur die Bequemlichkeit und die Alltagstauglichkeit spielen bei Kleidung für die Kleinsten eine wichtige Rolle. Sie muss deren Haut auch vor den äußeren Temperaturen schützen können. Damit es dem Kind nicht zu warm oder zu kalt wird, braucht es Babykleidung für jede Witterung.

Baby im Sommerkleid

Im Sommer sollte die Babykleidung etwas lockerer sitzen, damit genug Luft an die Haut gelangt.

Für die warme Jahreszeit sind Strampler und Bodys ebenfalls geeignet. Diese finden Eltern auch in kurzärmeliger Variante. Alternativ hat es der Nachwuchs in einer leichten Baumwollhose und einem Baumwollshirt bequem. Der Stoff ist weich und atmungsaktiv. Für einen festlichen Anlass kann ein kleines Mädchen auch ein Röckchen oder Kleidchen aus diesem Material angezogen bekommen. Ist es draußen sehr warm, können die Füßchen frei bleiben. Sobald es abkühlt, wärmen Söckchen. Keinesfalls sollte im Sommer eine Mütze für den Sprössling vergessen werden. Sie bewahrt die empfindliche Babyhaut vor den Sonnenstrahlen. Besonders Nase und Ohren sind anfällig für einen Sonnenbrand. Daher kann zusätzlich kinderfreundliche Sonnencreme sinnvoll sein.

Hält der Winter Einzug, sollte das Baby warm eingepackt sein, jedoch nicht überhitzen. Zu dem Zweck empfiehlt sich das sogenannte Zwiebel-Kleidungssystem. Hierbei trägt das Kind mehrere Schichten übereinander. Auf einen warmen Strampler folgen beispielsweise ein Baumwollhemdchen und eine kleine Strickjacke. Geht es an die frische Luft, sollten eine dickere Jacke, Socken und Schuhe nicht fehlen. Die verschiedenen Schichten sollten dem Sprössling dennoch Bewegungsfreiheit einräumen und nicht die Bequemlichkeit beeinträchtigen. Sieht das Baby aus wie ein kleines Michelin-Männchen, das Ärmchen und Beinchen nicht bewegen kann, fühlt es sich unwohl. Gleichzeitig steigt die Gefahr, dass sich seine Körpertemperatur zu sehr erhöht. Um das zu vermeiden, sollten die Schichten zwar warm, aber luftig sein. Bei Bedarf können ein oder mehrere Kleidungsstücke an- und wieder ausgezogen werden.

Quellen: Bilder: Depositphotos/halfpoint, AntonLozovoy, Wavebreakmedia, bezzznika, Text: red