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Interview zu grünen Sachversicherungen
Nachhaltige Versicherungen

Interview zu grüner Haftpflicht- und Hausratversicherung

Eine nachhaltige Versicherung ist ein guter Weg, Verantwortung zu übernehmen – für alle Beteiligten. Wir haben mit einem Experten über die sozialen, ökologischen und ethischen Aufgaben von Versicherungsunternehmen und über zwei neue grüne Angebote gesprochen.

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Zu einem nachhaltigen Leben gehört mehr, als regelmäßig Bio-Lebensmittel einzukaufen. Auch bei der Wahl von Finanzinstituten und deren Angeboten heißt es: „Augen auf“. Während so manche Versicherungsunternehmen zwielichtige Branchen finanzieren, fördern andere mit ihren Investitionen die soziale, ethische und ökologische Nachhaltigkeit.

Zu letzteren gehört auch die MehrWert Finanz GmbH. Das Unternehmen, das sein gesamtes Angebot stark auf den Bereich nachhaltiger und grüner Anlagestrategien ausrichtet, hat zwei grüne Sachversicherungen entwickelt und auf den Markt gebracht, die nachhaltiges Engagement belohnen. Wie genau das aussieht, hat uns Gottfried Baer, der Geschäftsführer der MehrWert Finanz GmbH, im Interview erklärt.

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ecowoman: Seit zwei Jahren sind zwei neue, grüne Sachversicherungen auf dem Markt. Um was für Produkte handelt es sich?

Gottfried Baer: Es handelt sich um eine grüne private Haftpflichtversicherung und eine grüne Hausratversicherung.

ecowoman: Nachhaltigkeit ist ein weiter Begriff. Was genau ist an diesen Sachversicherungen nachhaltig?

Gottfried Baer: Man könnte sagen, dass Versicherungen an sich etwas Nachhaltiges an sich haben, da sie langfristig Einkommen oder Vermögen schützen. Das ist uns aber zu eindimensional. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass Versicherer nicht nur Themen versichern, was ja ihr Geschäftsmodell ist, sondern als Schwergewichte in der Marktwirtschaft auch gleichzeitig die soziale, ethische und ökologische Nachhaltigkeit fördern. Das können gerade Versicherungen und Banken gut umsetzen, da sie über große Geldmittel und damit über einen langen Hebel verfügen, wenn sie bei Ihrer Geldanlage bewusst auf Nachhaltigkeitskriterien achten, also nicht in Rüstungshersteller, Atomstromproduzenten, Suchtmittelhersteller oder andere zwielichtige Branchen investieren.

Wenn man grüne Sachversicherungen ins Leben rufen will, muss zuerst einmal der „Rahmen“ glaubwürdig sein, das heißt, das Versicherungsunternehmen muss ökologische, soziale und ethische Nachhaltigkeit leben. Bei den neuen grünen Sachversicherungen ist es gelungen, einen der nachhaltigsten Versicherer für diese Idee zu gewinnen, nämlich die Barmenia Versicherung. Für ihr nachhaltiges Handeln ist die Barmenia in den letzten Jahren mehrfach mit namhaften Preisen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Neben dem Einsatz eines externen Ethikbeirates und eines Nachhaltigkeits­beauftragten legt die Barmenia auch ihre freien Gelder nachhaltig an.

ecowoman: Gibt es bei der grünen Hausratversicherung besondere Leistungen für Geräte mit einer hohen Energieeffizienz oder ähnliches?

Gottfried Baer: Hier gibt es zwei besondere Leistungen. Wenn zum Beispiel nach einem Schadensfall ein neuer Kühlschrank oder eine neue Waschmaschine beschafft werden muss, ersetzt der Versicherer Mehrkosten in Höhe von bis zu 350 Euro für jedes wasser- beziehungsweise energiesparende Gerät der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren höchsten Effizienzklasse.

Muss nach einem versicherten Schadensfall ein Gegenstand neu angeschafft werden, werden der Versicherten außerdem bis zu 20 Prozent der Mehrkosten erstattet, wenn die Neuanschaffung aus ökologisch fairer Herstellung entstammt.

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ecowoman: Wie sieht es bei der Haftpflichtversicherung in Bezug auf nachhaltige Leistungen aus?

Gottfried Baer: Hier war es uns wichtig, Menschen, die sich bewusst im ökologischen Bereich engagieren, eine besondere Leistung anzubieten. Deshalb haben wir bei der Haftpflichtversicherung einige besondere Merkmale eingebaut. Ehrenamtliche und nebenberufliche Tätigkeiten bis zu 450 Euro monatlich im sozialen und ökologischen Bereich sind mitversichert. Auch die Schädigung Dritter beim Be- und Entladen von Elektro- oder Hybridfahrzeugen ist in bestimmten Größen zusätzlich mitversichert.

ecowoman: Und wie steht es um die Kosten? Ist die Versicherung teurer als „konventionelle“ Versicherungen?

Gottfried Baer: Die nachhaltigen Versicherungen sind in der Regel nicht teurer als konventionelle Versicherungen. Allein die Papierersparnis und die fehlenden Versandkosten wirken sich schon positiv auf den Preis aus. Grundsätzlich richtet sich der Preis einer Versicherung zum großen Teil nach dem Leistungspaket. Deshalb muss man sich immer die Frage stellen: Was ist mir wichtig, was soll versichert sein? Bei der grünen Haftpflichtversicherung bieten wir deshalb zwei Tarife mit unterschiedlichen Leistungsmerkmalen an, einen Premium-Schutz und einen etwas günstigeren Top-Schutz.

ecowoman: Die MehrWert GmbH hatte die Idee für diese grünen Versicherungen und hat sie mitentwickelt. Wie kam es dazu? 

Gottfried Baer: Wir sind seit unserer Gründung ein Finanzmaklerunternehmen, das sich aus Überzeugung auf grüne, nachhaltige Versicherungen und Geldanlagen spezialisiert hat. Bisher gab es im Versicherungssegment, anders als bei Geldanlagen, kaum nachhaltige Produkte. Das hat uns geärgert, denn wir wollen mit unserer Arbeit ganz bewusst die ökologische und ethische Nachhaltigkeit fördern und in Deutschland etwas bewegen. Aus unserer Sicht müssen noch viel mehr Finanzprodukte dem Wunsch der Kunden nach ethischen Werten und ökologischer Nachhaltigkeit entsprechen. Das war für uns Anlass, auch im Sachversicherungsbereich konsequent ein Angebot zu schaffen, das unserem eigenen und dem Anspruch vieler Menschen gerecht wird.

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MehrWert - nachhaltige Versicherungen

ecowoman: Abgesehen vom Nachhaltigkeitsgedanken - gibt es noch andere Gründe, zur MehrWert GmbH zu wechseln?

Gottfried Baer: Ja, die gibt es. Beispielsweise beinhaltet der Premiumschutz der Haftpflicht- und Hausratversicherung die folgende Garantie: Bietet ein anderer in Deutschland tätiger Versicherer Leistungen an, die über den Barmenia-Vertrag nicht versichert sind, so leistet die Barmenia diese trotzdem, wenn eine gesetzliche Haftung gegeben ist. Das bietet dem Versicherten die Sicherheit, dass sein Vertrag sozusagen immer auf dem neuesten Stand ist.

Eine weitere Besonderheit ist, dass künftige beitragsfreie Bedingungsverbesserungen automatisch Bestandteil bestehender Verträge werden. Am besten ist es, wenn man einen Vergleich zwischen dem bestehenden Vertrag und der neuen grünen Haftpflicht- oder Hausratversicherung anfragt. Dann erkennt man sehr schnell, wo die Vorteile in Preis und Leistung liegen. Das machen wir gerne und unverbindlich für alle Interessierten.

ecowoman: Das klingt überzeugend. Aber wie funktioniert überhaupt ein einfacher Versicherungswechsel? 

Gottfried Baer: Am besten sendet man uns per Mail ein Foto oder einen Scan der ersten zwei bis drei Seiten einer bestehenden aktuellen Police, sofern vorhanden. Wir erstellen gerne einen Vergleich  und sprechen diesen telefonisch mit dem Interessierten durch. Die Beantragung des Wechsels erfolgt dann, wenn gewünscht, durch uns, und kurze Zeit später hat der Wechselwillige seine neue „grüne“ Police im E-Mail-Postfach.

Wenn noch keine Absicherung vorliegt, ruft man uns am besten an, schreibt uns eine Mail oder nutzt unser Online-Beratungstool. Wir besprechen dann miteinander die Rahmendaten und richten einfach und effizient den „grünen“ Versicherungsschutz ein.

ecowoman: Herr Baer, danke für das Gespräch!

Wer mehr über die MehrWert Finanz GmbH und ihre nachhaltigen Angebote erfahren will, erhält unter www.mehrwert-finanzen.de weitere Informationen.

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Quellen: MehrWert GmbH für Finanzberatung und Vermittlung,  Bilder: MehrWert GmbH für Finanzberatung und Vermittlung, Text: Ronja Kieffer