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Erneuerbare Energien

Ökostrom-Rekord: So viele Haushalte beziehen mittlerweile Ökostrom

Gute Nachrichten für die Umwelt. Laut aktuelle Zahlen des BDEW, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, nutzen fast die Hälfte der Deutschen den umweltfreundlichen Ökostrom aus Erneuerbaren Energien. Im Jahr 2011 waren es nur gut mehr als 20 Prozent. Zu verdanken ist dieser Anstieg vor allem deshalb, weil 2020 besonders günstige Wetterverhältnissen herrschten, die für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien notwendig sind. Aber auch ein gesunkener Stromverbrauch führte zu einer prozentualen Zunahme der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch.

20 Prozent der deutschen Haushalte nutzen Ökostrom.

Deutsche sind besonders nachhaltig und gut zur Umwelt: Erstmals nutzen fast 50% Ökostrom.

Was ist eigentlich Ökostrom?

Ein Ökostromtarif muss zu 100 Prozent Ökostrom, also Strom, der aus regenerativen Quellen gewonnen wurde, liefern. Wenn man „grünen“ Strom nutzen will, so sollte man aber genau hinsehen. Viele Anbieter geben ihren Tarifen Namen, die zwar sehr ökologisch klingen, jedoch neben Ökostrom auch Atomstrom oder Ähnliches beinhalten. Es empfiehlt sich also, vorher zu vergleichen, welcher Anbieter wirklich nur Ökostrom liefert. Wenn immer mehr Verbraucher auf Ökostrom umsteigen, so erhöht sich auch der Anteil von Ökostrom im Stromnetz und führt so zu einer Verdrängung von Strom, der aus Atomenergie, Kohle oder Gas gewonnen wird. Ein Wechsel zum Ökostrom lohnt sich also immer.

Das Ziel steht: 65 Prozent Erneuerbare Energien bis 2030

„Dass der Ökostromanteil wächst, ist eine gute Nachricht“, betont Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW, gibt aber gleichzeitig zu bedenken: „Die Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss künftig mit weit größerer Dynamik als bislang fortgesetzt werden, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit.
„Die Zahlen machen deutlich: Bis zum Ziel von 65 Prozent Erneuerbaren 2030 ist es noch ein weiter Weg“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Energien aus Solar stark angesteigen

Das Jahr 2020 hielt ungewöhnlich viele Sonnenstunden für uns Deutschen bereit. So wurde für einen deutlichen Anstieg der Stromerzeugung aus Solarenergie um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesorgt.

Insgesamt wurden gut 192 Mrd. kWh Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt (Quartal 1-3 2019: 181,9 kWh). 

Davon stammten

  • gut 76 Mrd. kWh aus Wind onshore,
  • knapp 46 Mrd. kWh aus Photovoltaik,
  • gut 37 Mrd. kWh aus Biomasse (einschließlich biogenen Siedlungsabfällen),
  • fast 19 Mrd. kWh aus Wind offshore und
  • gut 14 Mrd. kWh aus Wasserkraft.
  • Aus fossilen Brennstoffen und Kernenergie wurden knapp 222 Mrd. kWh erzeugt. Im Vorjahreszeitraum waren es 264,9 Mrd. kWh. 

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Grundstimmung der deutschen Bevölkerung: Ja zu Erneuerbaren Energien

Denn Erneuerbare Energien sind bei den Deutschen beliebt wie eine kürzlich veröffentlichten Akzeptanzumfrage (durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut YouGov) ergab. Fast neun von zehn Deutschen befürworten eine stärkere Nutzung der Erneuerbaren Energien. 65 Prozent bewerten einen stärkeren Ausbau der Erneuerbaren als „sehr oder außerordentlich wichtig“ und 21 Prozent als „wichtig“. Damit liegt die Zustimmung insgesamt bei 86 Prozent.

 
Grüne Energie Ökosrom

Grüne Energie für eine grüne Welt ©graphicsdunia4you/iStock

Der Wechsel zu Ökostrom ist ganz einfach!

Wetterextreme, Naturkatastrophen, schmelzende Gletscher – keine Frage, der Klimawandel schreitet voran. Höchste Zeit, dass auch in unseren Köpfen ein Wandel passiert – hin zu mehr und vor allem echter Nachhaltigkeit. Ein wichtiger Schritt ist etwa der Wechsel zu Ökostrom.
Der Klimawandel schreitet voran und lässt sich nicht aufhalten. Wenn wir aber jetzt umdenken und unseren Alltag wirklich nachhaltiger machen, können seine Auswirkungen eingedämmt und kann die Umwelt geschont werden. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft ist die Energiewende. An der kann sich jeder einzelne von uns aktiv beteiligen: durch den Wechsel zu Ökostrom.

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Fragwürdige Ökostrom-Tarife von Großkonzernen und Discountern

Dass es nicht so weitergehen kann wie bisher, haben vermeintlich auch die großen Energiekonzerne, die Stadtwerke und Discountanbieter verstanden und bieten grüne Alternativen zur konventionellen Energieversorgung an. Doch genau hier liegt das Problem. Die Ökostrom-Tarife der Energieriesen sind meist nur Randangebote oder werden in Tochterfirmen ausgelagert; der Großteil der verkauften Energie stammt nach wie vor aus Atom- und Kohlekraftwerken.

Das bedeutet konkret: Wer „grünen“ Strom bei einem großen Konzern oder im Discounter kauft, unterstützt immer auch die Atom- und Kohleindustrie. Die Wahl eines grün klingenden Tarifs ist also nicht automatisch ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz, geschweige denn zur Energiewende. Wirklich effizient ist nur echter Ökostrom, also solcher, der unabhängig von der Atom- und Kohleindustrie produziert und durch den der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert wird.

Mancher Strom, den man also geordert hat, wurde zwar aus regenerativen Quellen gewonnen, jedoch produzieren viele Anbieter auch nebenher Strom aus nicht ökologischen Ressourcen. Hier muss jeder Verbraucher selbst sehen, ob er es mit seinem "ökologischen Gewissen" vereinbaren kann, dass sein Geld an ein Unternehmen geht, dass nicht nur Ökostrom produziert.

Viele Ökostromanbieter setzen auch auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und bringen so die Energiewende deutlich voran. Bei vielen Tarifen kann man im Voraus sehen, ob diese ein ökologisches Engagement an den Tag legen. Manche Tarife haben außerdem ein TÜV-Siegel, welches ökologischen Zubau garantiert. Trägt ein Tarif zum Ausbau der regenerativen Energien bei, so kann es eine gute Wahl sein, bei diesem Anbieter Ökostrom zu bestellen.

Ein möglicher Ökostrom-Anbieter: NATURSTROM

Entgegen mancher Befürchtungen ist ein Wechsel zu Ökostrom weder aufwändig noch problematisch. Der Ökostrom-Anbieter NATURSTROM macht es Neukunden sogar besonders einfach. Wer wechseln möchte, füllt einfach ein Online-Antragsformular aus und gibt dort seinen Stromverbrauch, die Zählernummer und die Kundendaten ein. Das war’s. Um den Rest – auch um die Abmeldung beim bisherigen Anbieter – kümmert sich NATURSTROM. Sorgen, dass die Stromversorgung im Zuge der Umstellung auf Ökostrom unterbrochen werden könnte, sind unbegründet, denn die durchgängige Energieversorgung ist per Gesetz garantiert.

Der Wechsel zu Ökostrom geht also für den Verbraucher fast unbemerkt über die Bühne. Lediglich das gute Gefühl, einen wertvollen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten und die persönliche Umweltbilanz erheblich zu verbessern, macht sich hoffentlich bald bemerkbar. Bei NATURSTROM werden Haushalte mit Strom versorgt, der zu 100 Prozent aus Wasser- und Windkraftwerken in Deutschland stammt. Es handelt sich also vollständig um erneuerbare Energien. Zum Vergleich: Der herkömmliche deutsche Strommix beinhaltete im Jahr 2019 nur knapp über 44 Prozent erneuerbare Energien.

Versteckte Kosten oder eine Mindestvertragslaufzeit gibt es bei NATURSTROM übrigens nicht. Der nachhaltige Anbieter ist schon seit 1999 mit dem hochwertigsten Ökostromlabel, dem Grüner Strom-Label, zertifiziert und wird für seine Qualität immer wieder vom Magazin ÖKO-TEST mit der Note „Sehr gut“ bewertet. Aufgrund der hohen Nachhaltigkeitsstandards empfehlen auch die führenden deutschen Umweltverbände B.U.N.D. und NABU NATURSTROM.

Ein weiterer Ökostrom-Anbieter: NATURSTROM

Anbieter wie die Naturstrom AG setzen sich genau für echten Ökostrom ein. Ihr Ziel ist es, so schnell wie möglich eine saubere, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung zu schaffen, damit auch künftige Generationen gut in dieser Welt leben können. Das funktioniert nur, indem keine halbherzigen Kompromisse gemacht und erneuerbare Energien ausgebaut werden. Mit der Entscheidung für echten Ökostrom können Verbraucher diesen Ausbau ganz direkt unterstützen, denn Naturstrom investiert bei Haushaltskunden einen Cent pro Kilowattstunde in den Bau neuer Ökokraftwerke.

Seit das Unternehmen 1998 gegründet wurde, konnten dadurch bereits 300 neue Wind-, Photovoltaik-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen gebaut und ans Netz gebracht werden, die nun immer mehr nachhaltig erzeugten Strom ins deutsche Stromnetz einspeisen. Genauso konsequent ist der bewusste – und unabhängig von wirtschaftlichen oder gesetzlichen Rahmenbedingungen geltende – Verzicht auf Investitionen in Kohle- oder Atomkraftwerke.

Ausbau neuer Ökostrom-Anlagen ist Pflicht

Ausbau neuer Ökostrom-Anlagen ist Pflicht

Damit die Energiewende gelingt, darf aber nicht einfach nur der bereits vorhandene Ökostrom genutzt werden. Vielmehr müssen neue Ökostrom-Anlagen, also Wasser- und Windkraft- sowie Solaranlagen und Biomasse-Kraftwerke gebaut werden, die langfristig Atom- und Kohlekraftwerke ersetzen können. 

Grüne Energie im Qualitäts- und Preisvergleich

Ein weiterer wichtiger Punkt, auf den Kunden bei der Auswahl des Ökostrom-Anbieters achten sollten, ist die Qualität des Stroms. Strommixe, bei denen erneuerbare Energien nur einen Teil ausmachen, sind weit weniger klimafreundlich als etwa der echte Ökostrom von Naturstrom. Der stammt zu 100 Prozent aus Wasser- und Windkraftwerken in Deutschland. Statt die Atom- und Kohleindustrie zu unterstützen, wird so die regionale Wirtschaft gefördert.

Teurer ist naturstrom deshalb übrigens nicht, im Gegenteil: In vielen Regionen ist der echte Ökostrom sogar preiswerter als der örtliche Grundversorgungstarif. Wie viel genau Sie zahlen, können Sie mit dem Strompreisrechner ganz einfach selbst ausrechnen.

Echter Ökostrom für eine lebenswerte Zukunft

Viele Ökostromtarife stehen in Verruf, besonders teuer zu sein. Jedoch kommt dies immer auf das Auge des Betrachters an. Im Vergleich zu der Grundversorgung einer Stadt ist der Ökostrom sogar billiger. Es ist wahr, dass Atomstrom noch immer der günstigste Strom am Markt ist. Jedoch sollte man bei der Auswahl des Tarifes nicht immer nur auf den Preis schauen, sondern auch an die Zukunft denken. Wird der Anteil von Ökostrom größer, so wird auch mehr Geld in die Forschung für Ökostrom investiert und somit kann er in der Zukunft auch günstiger werden. Wer einen Anfang machen möchte, kann auch auf einen Tarif mit geringem Ökostromanteil zurückgreifen. Dieser ist günstiger, hat aber auch Anteil am Ausbau von Ökostrom.

Wie viel genau Verbraucher für ihren nachhaltigen Strom bezahlen müssen, können sie ganz einfach mit dem Strompreisrechner ausrechnen, indem sie den erwarteten oder bisherigen Jahresverbrauch eintragen (der ist z.B. auf der Stromrechnung zu finden). Um die Entscheidung noch weiter zu erleichtern, zeigt der Rechner zusätzlich zu den voraussichtlichen Kosten an, welche Menge an CO2-Emissionen durch den Wechsel zu Ökostrom jährlich eingespart würde.

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Quelle: BDEW, Agentur für Erneuerbare Energie, NaturStromHandel GmbH Bilder: Depositphotos/elxeneize; NaturStromHandel GmbH Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien Text: JRB