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Was ist? Nachhaltige Energie, eine Wunschvorstellung?

Eine nachhaltige Energieversorgung ist heutzutage mehr denn je ein Thema, das uns alle beschäftigt. Nicht nur aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes. Denn, Ressourcen wie Öl und Gas, nach wie vor die Hauptenergielieferanten, sind knapp, endlich und künstliche Verknappung oder nicht: Die Preise steigen die letzten Jahre immens. Der Ausweg: Nachhaltige Energie aus erneuerbaren Quellen.

Gleich wie es benannt wird, nachhaltige Energie, Erneuerbare oder regenerative Energie, alle haben eines gemein: Die nachhaltige Energie-Erzeugung aus natürlichen Ressourcen wie Wind, Sonne oder Wasser, aber auch Biomasse von Holz bis Dung und Geothermie. Die Bundesrepublik Deutschland hat im Jahre 2000 das so genannte Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG eingeführt, um die natürlichen Energieressourcen verstärkt zu fördern. Laut diesem Gesetz sollte beispielsweise die Einspeisung von Photovoltaikstrom bevorzugt werden, gefördert durch das damalige 100.000 Dächer-Programm und mit garantierter Einspeisevergütung. Damit wurde erstmals ein Anreiz geschaffen, dass der Einzelne auf nachhaltige Energie setzt, deren Erzeugung und Nutzung.

Nachhaltige Energie: Wird der Wandel zur Wunschvorstellung?

Doch, heute kommt die Versorgung mit nachhaltiger Energie scheinbar ins Stocken. Solarförderungen werden gekürzt und verunsichern die Verbraucher, wodurch die komplette Solarbranche ins Trudeln gerät, das vermehrte Setzen auf Windkraft aus der Nord- und Ostsee macht einen Milliarden teuren Ausbau des Stromleitungsnetzes nötig und nur 2.000 Elektroautos wurden 2011 zugelassen. Wenig, bedenkt man den Plan der Bundesregierung, bis 2020 eine Million mit nachhaltiger Energie betriebene Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu haben. Auch die Solarförderung soll ab April 2012 um 30 Prozent gekürzt werden. Laut Experten zwar an der Zeit, da die 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung oder zinsgünstige Darlehen zum Erwerb eine Photovoltaikanlage zu hoch seien, doch die Unsicherheit bei Verbrauchern sinkt durch die neuen Beschlüsse. Die Zahl derer, die auf die nachhaltige Energie-Quelle «Sonne» setzen sinkt.

Nachhaltige Energie contra nach Fukushima, vor Fukushima?

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Nach Fukushima dachte man, die Energiewende kommt, deutschlandweit und in den meisten Industrienationen. Die, trotz Erneuerbare Energien-Gesetzt, kurz vorher verlängerten Laufzeiten von Atomkraftwerken, wurden nicht zuletzt aufgrund gesellschaftlichen Drucks zurückgenommen, die nachhaltige Energie-Versorgung sollte zumindest in Deutschland vorrangiges Ziel sein. Doch, der Ausbau stockt. Auch international. Und nach Fukushima ist vor Fukushima. Immer mehr Nationen setzen auf Atomkraft, nicht nur Schwellenländer.

Viele sind nach Fukushima auf grünen oder Ökostrom umgestiegen. Die Verbraucher waren nicht nur wegen der Gefahren für das Thema Nachhaltigkeit in der Erzeugung von Energie sensibilisiert. Doch, wird die Herstellung nachhaltig erzeugter Energie nicht forciert, können die Klimaziele nicht erreicht werden. Der Ausbau regenerativer, erneuerbarer oder nachhaltiger Energie muss dringend weiter ausgebaut werden.

Text: Jürgen Rösemeier