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Eine Siedlung für Flüchtlinge lässt sich schnell und einfach aufbauen © Binishells
Aufblasbares Betonhaus

Kuppelhaus aus aufblasbaren Beton

Das Grundprinzip dieser Konstruktionsidee kennt fast jeder von uns von Kindergeburtstagen und Bastelstunden, bei denen aus mit Pappmaché umhüllten Luftballons lustige Gebilde entstehen.

Der Architekt Nicoló Bini macht sich dieses Prinzip im großen Stil zu eigen – und hat damit eine Möglichkeit entwickelt, vollwertigen, aber dennoch günstigen und umweltfreundlichen Wohnraum zu schaffen. Binishells heißen die kuppelförmigen Hausstrukturen, die Nicolós Vater bereits 1964 erfunden hatte.

Der konvexe Konstruktionsprozess beginnt mit einem hölzernen Rahmen, in den eine stabile Blase eingespannt wird. Darüber wird der Beton geschüttet – via Luftpumpe wird die darunter liegende Blase gefüllt. Wenn diese voll und der Beton trocken ist, wird der wiederverwendbare Ballon entleert und entfernt – fertig ist der Kuppelbau zum weiteren Ausbau des Innenraums.

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Die Technik ist so simpel wie effektiv. © Binishells

             Die Technik ist so simpel wie effektiv. © Binishells

Aufblasbare Schulen, Flüchtlingslager oder Büros

Rund 1.600 dieser Luftschlösser sind schon quer über den Erdball so entstanden – Nicoló Bini will die Technik jetzt revitalisieren um günstigen und schnell zu errichtenden Wohnraum für Flüchtlinge oder Opfer von Naturkatastrophen zu erstellen. Anders als bislang übliche “Schnellbauten” als temporäre Unterkunft würden die Binishells permanent zur Verfügung stehen. Natürlich können die Aufblas-Häuser auch für jeden anderen Zweck wie Schulen, Sportstätten, Werkstätten, Büros etc. eingesetzt werden. Die Grundkosten belaufen sich auf gerade mal rund 3.000 Euro.

Mehr Informationen finden Sie auf binishells.com

Text: mara

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