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Antioxidantien: Wirken Beeren wie Acai oder Erdbeeren vorbeugend gegen Krebs?
Beerenpower gegen Krebs

Die Heilkraft von Antioxidantien in Beeren: Das ist wirklich dran!

Antioxidantien fangen freie Radikale ein und helfen so jung und gesund zu bleiben: Sie sollen Krebs vorbeugen und ein Anti-Aging Wundermittel sein. Wie praktisch, dass Antioxidantien in leckeren Sommerbeeren wie Erdbeeren, Johannisbeeren, aber auch Kirschen versteckt sind. Doch was ist dran? Wie ist die Wirking der Antioxidantien in Lebensmitteln wie Acai oder Granatäpfel?

Die Sommerzeit wird jedes Jahr im Mai mit Erdbeeren eingeleitet. Ab Juni geht es dann weiter mit Himbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Kirschen, Stachelbeeren und im Spätsommer gibt es dann auch endlich Brombeeren. Die meisten dieser Beeren (und Kirschen) sind so genannte Rosengewächse. Auch ansonsten haben sie viel gemeinsam, denn die leckeren Sommerfrüchte enthalten viele Vitamine (vor allem Vitamin C), Mineralstoffe, Antioxidantien und sind dazu auch noch kalorienarm, aber gleichzeitig lecker süß.

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Leckere Erdbeeren - volle Vitamin C Kraft. © Alexander Kuzovlev

Leckere Erdbeeren - volle Vitamin C Kraft. © Alexander Kuzovlev

Viele Vitamine: Die Kraft und Wirkung von Antioxidantien

Die in Beeren und Kirschen enthaltenen Antioxidantien stehen im Ruf vorbeugend gegen Krebs zu wirken, da sie freie Radikale bekämpfen, die die Zellen schädigen und mitverantwortlich für den Alterungsprozess als auch für jede Menge Krankheiten sind. Wer sich gesund ernährt und Lebensmittel zu sich nimmt, die antioxidativ wirksame Stoffe enthalten, beugt damit Krebs vor und sorgt mit leckerem Essen für Anti-Aging von innen. Natürliche Antioxidantien, die in Lebensmitteln vorkommen sind Ascorbinsäure (Vitamin C), Tocopherol (Vitamin E), Betacarotin (Provitamin A), Carotinoide, polyphenolische Verbindungen wie Falvonoide und Anthocyane. All diese Stoffe finden sich in den verschiedenen Beerensorten und auch in Kirschen. Eine genaue Liste der Lebensmitteln mit einem hohen Anteil an Antioxidantien haben wir für Sie zusammengestellt. Wir stellen Ihnen die Superfoods Beeren, Kirsche, Stachelbeere und Co. sowie die in ihnen enthaltenen positiv wirkenden Stoffe vor.

Jede Menge Antioxidantien: Erdbeeren

Die wohl beliebtesten Beeren haben einen hohen Vitamin C-Gehalt (60mg pro 100g, das ist höher als bei Orangen und Zitronen) und mit nur 32 Kilokalorien pro 100g sind sie ein leckerer Snack für Figurbewusste. Sie ist mit ihrem Provitamin A, Vitamin B und Vitamin C sowie Magnesium und Folsäure ein richtiges Superfood. Auch Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Kalzium und Kalium  Zusätzlich enthalten Erdbeeren Polyphenole, die dafür bekannt sind Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Aufgrund ihres hohen Gehalts an Ballaststoffen fördern sie auch die Verdauung. Gerade für Schwangere sind Erdbeeren aufgrund ihres hohen Folsäuregehalts zu empfehlen, außerdem sollen sie gegen Rheuma und Gicht helfen.

Erdbeeren pflanzen: So gelingt's

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Köstliche Himbeeren © marrakeshh/iStock/Thinkstock

Köstliche Himbeeren © marrakeshh/iStock/Thinkstock

Sooo gesund und lecker: Die Himbeeren

Himbeeren kennt man bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze, denn ihr hoher Gehalt an Vitamin C (25 mg/100 g), Kalium und Fruchtsäuren ist bekannt dafür die Abwehrkräfte zu stärken und sogar die Wundheilung zu begünstigen. Himbeeren haben pro 100g nur 34 Kilokalorien, stecken aber voller weiterer Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium. Auch Himbeeren haben viele Ballaststoffe, die gut für die Verdauung sind. Zusätzlich sollen die Beeren fiebersenkend, blutreinigend und knochenbildend wirken.

Superfood Johannisbeeren: Voller Antioxidantien

Johannisbeeren sind wahre Vitamin C-Bomben, denn schwarze Johannisbeeren enthalten unglaubliche 180mg pro 100g, rote Johannisbeeren immerhin noch 41 mg. Rote Johannisbeeren enthalten 40 Kalorien und schwarze Johannisbeeren 50 Kalorien je 100 g – auch sie sind hiermit als gesunde Süßigkeit perfekt geeignet. Johannisbeeren sind voller Anthocyane, die als gesundheitsfördernd und antioxidativ gelt. Außerdem sind sie voller Pektin, was bei Verdauungsstörungen helfen kann oder auch bei Verstopfung. Die Kerne der Johannisbeere enthalten Gamma-Linolensäure, die gut für die Haut ist und auch Neurodermitis lindern kann. Außerdem enthalten Johannisbeeren neben Vitamin C viele Vitamine wie Vitamin A, Vitamin B2 und Vitamin K und auch Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Kupfer. In der Naturmedizin gelten sie als entgiftend und antibakteriell.

Ein Beerenmüsli mit Johannisbeeren udn Himbeeren - ein vitaminreicher Start in den Tag © Stitchik/iStock/Thinkstock

Ein Beerenmüsli mit Johannisbeeren udn Himbeeren - ein vitaminreicher Start in den Tag © Stitchik/iStock/Thinkstock

Heidelbeeren strotzen vor Vitaminen und Antioxidantien

Heidelbeeren (auch Blaubeeren genannt) gehören nicht zu den Rosengewächsen, sondern zu den Heidekrautgewächsen. Sie sind voller Anthocyane, die für die dunkle Farbe und gemeinsam mit Gerbstoffen für eine entzündungshemmende Wirkung sorgen. Sie enthalten viele Ballaststoffe und der in ihnen enthaltene Mineralstoff Mangan soll eine entzündungshemmende Wirkung auf die Haut haben. Die Antioxidantien (dazu gehören auch die enthaltenen Anthocyane) haben den Ruf jung zu halten, weswegen auch Attila Hildmann in seinem Buch „Vegan for Youth“ Blaubeeren bzw. Heidelbeeren als Superfood aufzählt, denn sie helfen freie Radikale zu bekämpfen, die an der Hautalterung beteiligt sind. Heidelbeeren sind auch wieder superleicht, denn sie enthalten nur 42 Kalorien pro 100 Gramm, außerdem beinhalten sie unter anderem Magnesium, Phosphor, Kalium, Vitamin C (30 mg pro 100g) und Vitamin A.

Brombeeren: Antioxidantien-reiches Lebensmittel 

Auch Brombeeren enthalten viel Vitamin C, nämlich 17 mg pro 100g. Sowohl die Früchte als auch die Brombeerblätter werden seit Jahrhunderten in der Naturmedizin verwendet. Brombeerblätter sind ein altbekanntes Mittel gegen Durchfall, wenn man sie als Tee aufsetzt. Die Früchte als auch die Blätter sind harntreibend. Brombeeren enthalten besonders viele Carotine und damit Antioxidantine, die den Körper vor freien Radikalen schützen – Brombeeren stehen deshalb auch im Verdacht Darmkrebs, Leberkrebs und Lungenkrebs vorbeugen zu können. Auch sie haben wieder nur 43 Kalorien pro 100g und enthalten 21mg Vitamin C pro 100 g, aber auch unter anderem viel Vitamin A, Vitamin K, Kupfer, Magnesium und Zink.

Beeren sind kalorienarme Snacks © Yulia_Davidovich/iStock/Thinkstock

Beeren sind kalorienarme Snacks © Yulia_Davidovich/iStock/Thinkstock

Mit Kirschen schöne Haut bekommen 

Kirschen sind zwar keine Beeren im üblichen Sinne, aber gehören auch zu den Rosengewächsen. Sie enthalten viele Anthocyane, die für schöne Haut sorgen und Krebs vorbeugen können. Kirschen enthalten 17mg Vitamin C pro 100 g und auch viel Kalzium, was die Knochen, Muskeln und Nerven stärkt. Mit 60 Kalorien pro 100 Gramm sind sie zwar die „schwersten“ bisher genannten Sommerfrüchte, aber trotzdem sind sie immer noch eine kalorienarme Süßigkeit und ein gesunder Snack. Kirschen haben außerdem den Ruf bei Gicht und Rheuma zu helfen.

Stachelbeere kann den Blutdruck senken

Die stacheligen Früchte gehören nicht zu den Rosengewächsen, sondern zu den Stachelbeergewächsen. Sie haben nur 44 Kalorien pro 100g und enthalten unter anderem viel Vitamin B1, Kalzium, Kalium, Magnesium, Folsäure und Vitamin C (35mg pro 100g). Vitamin C und Beta-Carotin in den Stachelbeeren stärken die Abwehrkräfte und die Kerne der Beere bringen den Darm in Schwung. Da Stachelbeeren viel Kalium enthalten, können sie den Blutdruck senken. Außerdem kräftigen sie Haare und Nägel und sind entwässernd.

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Quelle: Wikipedia, gesundheit.de, Apotheken-Umschau.de, heilkräuter.de, hundertOrangen
Text: Kristina Reiß
Fokusbild rechts: ddsign_stock/iStock/Thinkstock, Depositphotos/igorr1/gregorylee