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Heuschnupfenmittel: Das hilft bei Heuschnupfen
Heuschnupfen behandeln

Heuschnupfen: Das hilft gegen Heuschnupfen

Es wird Frühling – die meisten Leute sind glücklich darüber, nicht so die Allergiker. Schon bei den ersten Blüten wird fast jeder fünfte Deutsche von Jucken, gereizten Schleimhäuten, tränenden Augen und einer triefenden Nase geplagt. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, um den Heuschnupfen dauerhaft wieder loszuwerden und welche Heuschnupfenmittel wirklich helfen.

Allergien sind zu einer neuen Volkskrankheit geworden, an denen inzwischen fast jeder Fünfte leidet. Grund dafür ist unsere moderne, ungesunde Lebensweise. Nährstoffarme Ernährung, Bewegungsmangel, Stress, übermäßige Schadstoffbelastung und übertriebene Körperhygiene haben häufig eine gestörte Darmflora oder defekte Darmschleimhaut zur Folge und machen uns anfällig für Allergien. Anhaltende psychische Belastungen begünstigen die Entstehung von Allergien zusätzlich.

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Symptome Heuschnupfen: Naselaufen, Augenjucken & Co.

Man unterscheidet drei Hauptproblemgruppen, die beim Heuschnupfen auftreten können. Dazu gehören Naselaufen, Augenjucken, sowie nässende und juckende Hautprobleme.  Die Symptome treten auf, weil der Körper die ihm nicht bekannten Fremdstoffe mit dem körpereigenen Immunsystem bekämpft. Dies jedoch mit einer übertriebenen Reaktion. Der fremde Stoff aus den Pollen dringt in den Körper ein oder legt sich auf die Schleimhäute und wird dort mit den Abwehrstoffen des Körpers bekämpft. Diese sogenannten Antikörper führen dazu, dass die Mastzellen große Mengen Histamin ausschütten, welches wiederum verantwortlich für die Entstehung der allergischen Reaktion ist.

Eine Allergie kann jederzeit und plötzlich auftreten. Es gibt jedoch wirksame Mittel, um die Symptome zu mindern und die Allergie sogar ganz loszuwerden.

Die Behandlung von Heuschnupfen aus schulmedizinischer Sicht

Viele Ärzte halten die Allergenkarenz, also das Vermeiden der allergieverursachenden Pollen, für die beste Lösung. Wer sich aber nicht ein halbes Jahr lang in den Keller einschließen oder verreisen will, wird den Pollen kaum aus dem Weg gehen können.

Medikamente: Kurzfristig helfen Medikamente die akuten Allergiesymptome zu unterdrücken. Man sollte dabei jedoch bedenken, dass damit nur die Symptome bekämpft werden und die Allergie jederzeit wiederkommen kann.

Hyposensibilisierung bei Heuschnupfen

Die Allergieimpfung wird von der Schulmedizin als derzeit beste Therapieform bei einer Pollenallergie empfohlen.

Die Hyposensibilisierung: 
Die Hyposensibilisierung, auch Allergieimpfung genannt, wird von der Schulmedizin als derzeit beste Therapieform bei einer Pollenallergie empfohlen. Dabei bekommt der Betroffene über mehrere Jahre hinweg eine bestimmte Menge der Allergene, auf die er empfindlich reagiert, mittels Injektionen, Tropfen oder auch Tabletten verabreicht. Die Menge wird immer weiter gesteigert, wodurch eine Immunität gegen die Pollen hervorgerufen werden soll. Untersuchungen zeigen, dass die Beschwerden bei den meisten Betroffenen nachlassen und auch die Menge an Medikamenten während der Pollensaison reduziert werden kann.

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Die naturheilkundliche Behandlung von Heuschnupfen

Die Naturheilkunde verfolgt ein ganzheitliches Behandlungskonzept, bei dem es darum geht, Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen, damit die Allergie dauerhaft verschwinden kann. Laut Experten kann die richtige Ernährung hier viel erreichen. Dazu sollte der Darm entgiftet, die Darmschleimhaut wiederaufgebaut und mit einer basenüberschüssigen Ernährung „gepflegt“ werden.

Eine erfolgreiche Darmsanierung entgiftet den Körper, entlastet die Leber, dämmt Entzündungsherde ein stärkt das Immunsystem und erhöht die Nähr- und Vitalstoffaufnahme.

Die Darmsanierung: Der Darm ist der Sitz der Gesundheit und etwa 80% des Immunsystems sind von einer gesunden Darmflora abhängig. Eine ungesunde Ernährung, sowie mangelnde Bewegung und Stress können das Darmmilieu aus dem Gleichgewicht bringen und den Weg für chronische Krankheiten freimachen. Eine natürliche Darmreinigung ist das beste Mittel, um den Darm von allen schädlichen Stoffen zu befreien und anschließend eine gesunde Darmflora aufzubauen. Mithilfe von Flohsamenschalen, Bentonit oder Zeolith sollte der Darm über einen Zeitraum von bestenfalls drei Monaten von Schlacken und Giftstoffen befreit werden. Einläufe oder mehrtägige Fastenkuren unterstützen die Entgiftung zusätzlich. Gleichzeitig sollte mit einer mindestens dreimonatigen Einnahme eines Probiotikums begonnen werden, um die Darmflora wiederaufzubauen.

Heuschnupfen: Gesunde Ernährung durch viel Gemüse

Konzentrieren Sie sich vermehrt auf Obst, Gemüse, Salat, Sprossen, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, glutenfreie Getreide, sowie Wasser und Tee.

Heuschnupfen: Die richtige Ernährung

Die beste Darmsanierung nützt nichts, solange die Ernährung schlecht ist. Mindestens während der Sanierung, aber am besten immer sollte auf eine basenüberschüssige Ernährung geachtet werden. Verzichten Sie möglichst auf sämtliche raffinierten Zucker- und Weißmehlprodukte, sowie auf alle zuckerhaltigen Getränke. Reduzieren Sie den Verzehr von Fleisch, Fisch und Sojaprodukten auf maximal zweimal wöchentlich. Wurst sollten Sie ganz meiden.

Milchprodukte sollten ebenfalls so weit wie möglich gemieden werden, da sie zum einen extrem schleimbildend sind und den Reinigungsprozess behindern und zum anderen mehr negative als positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben, wie Studien belegen.

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Koffein gilt als Säurebildner und sollte aus dem Speiseplan gestrichen werden. Alkohol belastet die Leber und behindert die Entgiftung.

Konzentrieren Sie sich daher vermehrt auf Obst, Gemüse, Salat, Sprossen, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, glutenfreie Getreide, sowie Wasser und Tee. Mit dieser Ernährungsweise führen Sie Ihrem Körper zahlreiche wertvolle Nähr- und Vitalstoffe zu.

Antioxidantien: Nehmen Sie regelmäßig Antioxidantien, sowie Leberunter­stüt­zende Kräuter ein. Antioxidantien können die Zellen vor freien Radikalen schützen und ermöglichen das Abklingen der Entzündungsprozesse, sowie die Regeneration geschädigter Schleimhäute.

Stressabbau und Entspannung: Die Psyche hat direkten Einfluss auf unseren Körper. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, immer wieder für Entspannung zu sorgen – nur so kann das Immunsystem die Energie aufbringen, sich der Allergie aktiv entgegen zu stellen und sie zum Stillstand zu bringen. Finden Sie heraus, welche Entspannungsmethode am besten zu Ihnen passt. Sport, Yoga, Spazierengehen, Malen, Autogenes Training oder Meditation sind nur wenige Möglichkeiten, die Ihnen dabei helfen können, Ihren Geist zur Ruhe zu bringen.

Praktische Tipps zur Linderung von Heuschnupfensymptomen

Schwarzkümmelöl lindert Symptome bei Heuschnupfen

Schwarzkümmelöl wirkt entzündungshemmend und antioxidativ

Schwarzkümmelöl: Schwarzkümmelöl hat sich in der Behandlung allergischer Erkran­kun­gen sehr bewährt, da es entzündungshemmend und antioxidativ wirkt. Das Kraut kann Viren, Bakterien und Pilze bekämpfen und lindert sogar Schmerzen. Auf der Haut sorgt es für eine bessere Durchblutung. Durch die ätherischen Öle können Entzündungsreaktionen im Körper gehemmt und verkrampfte Atemwege entspannt werden, sodass Betroffene wieder frei durchatmen können. Bei Allergikern lindert Schwarzkümmelöl darüber hinaus den Juckreiz von Augen und Nase. Ein Esslöffel pro Tag reicht aus, um eine positive Wirkung zu erzielen.

Nasenspülung: Eine Nasenspülung mit Meersalz befreit die Nase von Pollen und macht die Atemwege wieder frei. Füllen Sie dazu 1 g Meersalz auf 100 ml Wasser in eine Nasendusche und lassen Sie die Mischung durch die einzelnen Nasenlöcher laufen.

Augentrost (Euphrasia officinalis): Lindert Heuschnupfen und allergische Bindehautentzündung. Trinken Sie 3-mal täglich eine Tasse Tee aus Augentrostkraut.

Indisches Lungenkraut (Adhatoda vasica): Entkrampft die Bronchien, lindert akute Symptome, wie gerötete und juckende Augen und eine laufende Nase. Und stärkt darüber hinaus die Selbstheilungskräfte.

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Quellen: Bilder: Depositphotos/Kobyakov, belchonock, ArturVerkhovetskiy, bdspn74, Text: Meike Riebe