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Klimawandel und Allergien: Der Pollenflug verstärkt sich.

Klimawandel verantwortlich für mehr Allergien

Hat der für immer mehr Menschen in Deutschland lästige Pollenflug – inzwischen sind es 20 Prozent oder 15 Millionen Allergiker – etwas mit dem Klimawandel zu tun? Klimaforscher sagen ja. Denn die Pflanzenvielfalt ändert sich und viele Pollen fliegen von Januar bis Dezember.

Ein Teil zur Steigerung der Allergikerzahlen tragen die steigende Zahl von internationalem Warentransport und die Mobilität der Menschen bei. So kommen Pflanzen-Samen aus aller Herren Länder zu uns, die in wärmeren Klimazonen beheimatet sind. Diese teilweise hochallergenen Pflanzen eingeschleppt oder sie kommen auch auf natürlichem Wege zu uns.

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Vom Bundeswirtschaftsminister Philip Rösler kam zudem der Vorschlag wegen der befürchteten Engpässe in Deutschlands Süden zur kalten Jahreszeit, ein bis zwei Atomkraftwerke auf Stand-by-Betrieb zu schalten und diese bei sich abzeichnenden Versorgungsschwierigkeiten als Stromlieferant wieder ans Netz gehen zu lassen. Experten halten dieses theoretische Vorhaben für in der Praxis nur schwer umsetzbar. Auch seien die Kosten rein für den Betrieb auf Abruf mit schätzungsweise 50 Millionen Euro pro Jahr und Atomkraftwerk betragen, zudem halten Experten diese Idee für nur schwer umsetzbar.

Infolge der durch den Klimawandel leicht angestiegenen Temperaturen und milderen Wintern gibt es eine kaum noch stattfindende Vegetationsruhe. Pollen fliegen nahezu ganzjährig und verursachen allergischen Schnupfen, allergisches Asthma – insbesondere Ambrosia -, aber auch Bindehautreizungen oder -entzündungen. Außer dass Betroffene sich ratsuchend an den Arzt wenden können, gibt der Pollenflugkalender Auskunft über das regionale Vorkommen dieser Pflanzenarten und deren Blühzeiten. Die Deutsche Stiftung Pollen-Informations-Dienst, PID, und der Deutsche Wetterdienst DWD verarbeiten die aktuellen Pollenflugdaten und stellen sie in einer Deutschlandkarte tagesaktuell für Allergiker dar. So können sich Allergiker, falls Sie betroffen sind, auf die aktuelle Situation einstellen und Aufenthalte im Freien planen oder sogar vermeiden.

Die Daten für Ambrosia bis Roggen können täglich aktuell abgerufen werden unter: Deutscher Wetterdienst.


Quelle: Umweltbundesamt