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Frau in der Sonne
Wie viel Sonne ist gesund?

Tipps für den richtigen Sonnenschutz

Die Sonne ist wichtig für den menschlichen Körper. Sie sorgt bei uns für gute Stimmung und fördert die Bildung von Vitamin D. Richtig dosiert, verleiht sie der Haut einen schönen Teint.

Doch Vorsicht! Bei übermäßigem Sonnenbaden und ohne ausreichenden Sonnenschutz, riskiert man Sonnenbrände. Damit verbunden sind vorzeitige Hautalterung und die Gefahr von Hautkrebs. Die UV-Strahlung, die über Jahre langsam, aber stetig auf uns einstrahlt, spielt eine Rolle bei der Entstehung eines Melanoms.

Die Haut vergisst keine UV-Strahlung und die Strahlenbelastung summiert sich im Laufe des Lebens auf. Daher empfehlen Experten einen nachhaltigen und intensiven Schutz vor UV-Strahlung, besonders für Kinder und Jugendliche. Deswegen sollte man das Eincremen auch bei den Kleinen schon ernst nehmen, denn die meisten "Sonnenschäden" entstehen bereits im jungen Alter. Egal ob Creme oder Gel, der richtige Lichtschutzfaktor entscheidet über die Zeit, die man draußen verbringen kann, ohne einen Sonnenbrand zu erleiden. Bei der Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels sind der eigenen Hauttyp, die Eigenschutzzeit und der aktuelle Bräunungsgrad zusätzlich entscheidend.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Die Zeichen und Zahlen auf der Sonnencreme geben den Lichtschutzfaktor an. Der Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels steht dafür, wie viel länger man zusätzlich zur Eigenschutzzeit in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Ein Sonnenschutzfaktor von 20 verlängert die Eigenschutzzeit gegen Sonnenbrand um den Faktor 20. Die neue Generation an Sonnenschutzmitteln enthält neben dem UVB-Filter auch einen UVA-Filter gegen Hautalterung. Dieser sollte mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes betragen. Liegt der UVB-Schutz bei Faktor 30, so liegt der UVA-Schutz mindestens bei Faktor 10. Sonnenschutzmittel werden nach den Faktoren niedrig (Faktor 6, 10), mittel (Faktor 15 bis 25) und hoch (Faktor 30 bis 50) unterschieden. Noch höhere Faktoren werden nur noch als Faktor 50+ bezeichnet.

Sonnenschutzmittel

Sonnencreme auftragen

Nur wer richtig mit Sonnenschutz eingecremt ist, hat einen ausreichenden Sonnenschutz. Die EU empfiehlt zwei Milligramm pro Quadratzentimeter. Auf die gesamte Hautoberfläche bezogen, entspricht dies der Menge von sechs Teelöffeln. Beim Eincremen mit dem Sonnenschutzprodukt gilt das Motto "viel hilft viel". Ob Sie eine Creme, ein Spray oder eine Lotion verwenden, ob das Produkt teuer oder günstig war, ist dabei nebensächlich. In Tests schneiden günstige Produkte regelmäßig genauso gut ab, wie die teuren. Tragen Sie das Sonnenschutzmittels Ihrer Wahl auf dem gesamten Körper auf. Eine Faustregel besagt, ungefähr je einen Teelöffel für das Gesicht+Hals, 2x Arme, 2x Beine sowie Bauch+Rücken.

Wichtig ist, dass das Sonnenschutzmittel im gesamten UVBereich (UVA + UVB) schützt und das Produkt fotostabil ist. Dies bedeutet, dass der Sonnenschutz während der gesamten Anwendungszeit wirksam ist und nicht durch die UV-Strahlen zersetzt wird.

Bekleidung

Die Bekleidung stellt die einfachste Form des Sonnenschutzes dar. Beachten Sie aber, dass nicht jedes Kleidungsstück gleich gut vor Sonnenbrand schützt. Die Schutzwirkung kann sehr unterschiedlich sein. Leichte helle Baumwolle, die wir im Sommer besonders bevorzugen, lässt viele der UV-Strahlen ungehindert passieren. Je dunkler der Stoff und je dichter gewebt, desto höher ist der Schutz vor der Sonne. Teilweise sind Bekleidungstextilien nach der ÖNORM EN 13758-1 geprüft und gekennzeichnet. Dadurch erkennen Sie, wie gut ein Kleidungsstück vor UV-Strahlung schützt.

Sommerhut gegen Sonnenbrand

Unser Kopf gehört zu den empfindlichsten Körperteilen. Wenn zu viel Sonne auf den ungeschützten Kopf, Hals- oder Nackenbereich gelangt, riskiert man schmerzhafte und hautschädigende Verbrennungen auf der Haut. Ein Sonnenstich oder einen Hitzeschlag kann unter Umständen lebensbedrohlich sein. Kopfbedeckungen wie eine Kappe oder der klassische Sonnenhut schützen am besten vor direkter Sonneneinstrahlung. Auch die Ohren sollten ausreichend bedeckt sein. Menschen mit langen Haaren sollten diese nach hinten kämmen und einen Zopf binden. Durch die scheitellose Frisur wird nun die gesamte Kopfhaut gänzlich mit Haaren bedeckt und vor Sonnenbrand geschützt.

Quelle: Bilder: Pixabay/press and ⭐, AdoreBeautyNZ, Jill Wellington, Text: red