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Vegan aber bitte günstig
ecowoman Buchtipp

Praktische Tipps: Vegan muss nicht teuer sein

Vegane Ernährung hat nach wie vor den Ruf, vergleichsweise teuer zu sein. Aber stimmt das auch wirklich? Nein, sagt Buchautor Patrick Bolk. ecowoman hat einen Blick in sein neues Buch geworfen und ein leckeres Rezept mitgebracht.

Der Titel trägt die Botschaft deutlich nach außen: „Vegan, aber günstig“ heißt der neue Ratgeber von Patrick Bolk. Der Autor zeigt auf 144 Seiten, wie man sich auch mit kleinem Budget abwechslungsreich, ausgewogen und lecker vegan ernähren kann. Er greift auch auf die eigene Erfahrung als Veganer zurück und gibt den Lesern jede Menge praktische Hinweise.

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Vielfalt an Rezepten

Von Basic-Tipps zum Einkaufen, mit denen sich ganz einfach Geld sparen lässt, über Anleitungen zum Haltbarmachen und Pilze sammeln bis hin zu Rezepten für Standardprodukte wie Pflanzendrinks, Aufstriche und Müsli – das Motto „Selbst ist der Veganer“ steht immer im Mittelpunkt. Praktisch ist zudem, dass der Ratgeber auch Tabellen enthält, die Preise für tierische Lebensmittel und deren vegane Ersatzprodukte gegenüberstellen. So ist auf den ersten Blick zu erkennen, wie teuer vegan denn nun wirklich ist und an welchen Stellen ganz einfach gespart werden kann.

Patrick Bolk teilt seine veganen Kochkünste

Der Autor Patrick Bolk berichtet aus eigener Erfahrung, denn er ist selbst Veganer.

Viele Veganer verzichten ohnehin auf teure Ersatzprodukte, weil diese häufig weniger aus natürlichen Inhaltsstoffen als vielmehr aus chemischen Verbindungen und Zusatzstoffen bestehen. In „Vegan, aber günstig“ zeigt Patrick Bolk, wie diverse Köstlichkeiten wie eingelegter Tofu oder knusprige Panaden ohne viel Aufwand und vor allem ohne Chemie preisgünstig zuhause hergestellt werden können.

Ergänzt wird das Ganze durch alltagstaugliche Rezepte mit günstigen Zutaten, die sich auch im Supermarkt problemlos finden lassen - wenn man denn weiß, wo man suchen muss. Das verrät der Autor seinen Lesern natürlich und beantwortet Fragen wie: Wie viel kosten die einzelnen Zutaten? Welche Obst- und Gemüsesorten sind gerade regional verfügbar? Und welche Marken verstecken sich eigentlich hinter diversen No-Name-Produkten?

Kochbuch von Patrick Bolk

Der Titel ist Programm: Vegan, aber günstig enthält Tipps für eine günstige vegane Ernährung

ecowoman-Buchtipp

Der Ratgeber „Vegan, aber günstig“ von Patrick Bolk ist im Dezember 2015 in der Edition Kochen ohne Knochen des Ventil Verlags Mainz erschienen. Es hat 144 Seiten und kostet 9,99 Euro.

Und jetzt verrät ecowoman Ihnen noch ein schnelles Rezept für eine köstliche Majo – exklusiv aus „Vegan, aber günstig“:

Mayo und Aioli

Kombiniert man Mayo mit klein geschnittenen Gewürzgurken, Petersilie und Estragon hat man eine wunderbare Remoulade, die sehr gut zu paniertem Tofu oder Schnitzeln schmeckt. Rührt man zerdrückte Kichererbsen unter die Remoulade, erhält man einen »Eiersalat«, der auch wunderbar auf einem Brot oder Sandwich gegessen werden kann. Die Möglichkeiten sind endlos.

Zutaten

   
50 ml Sojadrink, gekühlt ½ TL weißer Essig (Weinessig, kein Obstessig)
½ TL Senf ½ TL Salz
½ TL Kurkuma (optional, für die Farbe) 100 ml Rapsöl oder ein anderes neutrales Pflanzenöl

Zubereitung

1. Sojamilch (das ist hier wichtig, weil wir das Eiweiß aus der Sojabohne brauchen; mit anderen Pflanzendrinks funktioniert das Rezept nicht) mit Essig, Senf und Salz in ein hohes Gefäß, z. B. einen Messbecher geben. Mit einem Pürierstab (oder im Mixer; wer einen starken Arm hat, nimmt einen Schneebesen) kräftig durchmixen. Am besten, bis es schäumt, dann ist die Herstellung der Mayo gleich einfacher.

2. Bei laufendem Pürierstab (Mixer oder unter Rühren) nun langsam und gleichmäßig das Öl in das Gefäß laufen lassen, bis die Masse zu einer Mayo eindickt. Mit Kurkuma einfärben. Tipps: Gibt man eine oder zwei zerdrückte Knoblauchzehen hinzu, hat man eine astreine Aioli. Mayo und Aioli schmecken super zu Kartoffeln aller Art, sind aber auch als Basis für kreative Salatdressings gut zu gebrauchen.

Guten Appetit!

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Quellen: Ventil Verlag, Bild: Ventil Verlag, Jim_Filim, Text:  Ronja Kieffer