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Fairer Konsum in Mainz

Mainz bleibt Fairtrade-Stadt

Groß war die Freude bei Oberbürgermeister Michael Ebling, als er erfuhr, das Transfair Mainz erneut als Fairtrade-Stadt auszeichnete. Viele Aktivitäten trugen zu diesem Erfolg bei.

Mainz: Fairtraide-Stadt

Ein großes Dankeschön von Transfair Deutschland ging an alle „Fairtrader“ in der Landeshauptstadt Mainz für ihr Engagement. Die Organisation erneuerte den Titel Fairtrade-Stadt um weitere vier Jahre, was Oberbürgermeister Ebling als Bestätigung für den Einsatz der Beteiligten in Mainz bewertete: „Mit Sicherheit hat die Fairtrade-Kampagne in Mainz das Ziel erreicht, dass deutlich mehr Menschen als zuvor etwas mit den Begriffen fairer Handel anfangen können und auch verstärkt faire Produkte nachfragen.“

Mainz ist weitere vier Jahre Fairtrade-Stadt.

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Doch was bedeutet fair-trade eigentlich?

Produkte wie Kaffee, Kakao, Bananen oder Tee, die mit dem Fairtrade-Siegel gekennzeichnet sind, ermöglichen Kleinbauernfamilien in entwicklungsschwachen Ländern existenzsichernde Preise, lohnabhängige Beschäftigung und bessere Arbeitsbedingungen. Vielen Familien und Arbeiten schenken sie dadurch Vertrauen und Sicherheit. Kurzum: eine autonome Zukunft.

Hinter dem Fair-Trades Siegel steht der Verein TransFair e.V. Seit über 20 Jahren fördert TransFair benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern. Ziel ist es, den Produzenten den selbstbestimmten Ausstieg aus der Armut zu ermöglichen.
Die Idee des fairen Handelns wird durch zahlreiche Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Kirche, Sozialarbeit, Verbraucherschutz, Genossenschaftswesen, Bildung, Politik und Umwelt getragen. 

Seit 2011 beteiligt sich Mainz an der Nachhaltigkeits-Kampagne von Transfair

2011 hatte der Mainzer Stadtrat festgelegt, dass sich Mainz an der weltweiten Kampagne von Transfair beteiligt. Ziel war es, das Angebot an fair gehandelten Produkten in der Stadt auszudehnen, sowie Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, verstärkt fair gehandelte Produkte zu konsumieren. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt wurde hierfür der Lenkungskreis zur Mainzer Kampagne Fairtrade-Stadt ins Leben gerufen.

Die Landeshauptstadt ist stolz auf diese Auszeichnung.

Es handelt sich hierbei um eine Arbeitsgruppe von kompetenten und engagierten Personen. Vertreten sind Schulen, Kirchen, der Weltladen, das Land, die Werbegemeinschaft des Mainzer Einzelhandels, die Verbraucherzentrale, die Stadtverwaltung, die Volkshochschule sowie das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk als auch viele weitere Personen, die mit großem Engagement bei der Sache sind.

Fairtrade in deutschen Städten

Damit liegt Mainz voll im Trend, denn der Kauf von fair gehandelten Produkten steigt derzeit in Deutschland stark an. Neben Mainz wurden ebenfalls zahlreiche deutsche Städte mit dem Fairtraide Siegel ausgezeichnet. So konnte Deutschland seine Marktposition auf Platz zwei hinter dem Spitzenkandidat Großbritannien ausbauen.

Ist meine Stadt schon Fairtrade Stadt?

Mainz

Fairtrade Town seit 25.05.2013

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Leipzig

Fairtrade Town seit 26.09.2011

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Köln

Fairtrade Town seit 18.11.2011

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Hamburg

Fairtrade Town seit 27.05.2011

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Frankfurt

Fairtrade Town seit 24.01.2011

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München

Fairtrade Town seit 17.07.2013

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Stuttgart

Fairtrade Town seit 02.10.2013

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Hier geht’s zum Fair Trade Städteverzeichnis.

Im Bananen-Sektor muss sich was ändern!

Dass Fair-trade und nachhaltiger Konsum wachsendes Interesse bei den Konsumenten weckt, beweisen auch die zahlreichen und kreativen Kampagnen rum um das Thema Fair-Trade. Aktionstage wie der Banana Fairday zeigen, wie mit öffentlichen Aktionen ein Bewusstsein für fairen Konsum geschaffen werden kann. Im Vorfeld der erfolgreichen Kampagne, die am 26. September 2014 startete, tourte der Fairtrade Bus mit dem Auftrag der Information und Aufklärung quer durch Deutschland.

Aus dem krummen Ding eine faire Sache machen

Die Nummer Eins der Exportfrüchte stößt auf große Beliebtheit bei deutschen Konsumenten. Das zeigt auch der Pro-Kopf-Verbrauch von 8,5 kg. Doch im Handel mit der oftmals günstigen Aktionsware liegt die Macht bei ausgewählten multinationalen Unternehmen. Bauernfamilien und Plantagenarbeiten in den Hauptanbauländern Kolumbien, Ecuador und Costa Rica hingegen müssen unter schlechten sozialen und ökologischen Bedingungen produzieren. 

Um diese Missstände in der langen Kette von Produktion zu Konsum vor Ort zu sehen, reiste der Schauspieler und Fairtrade-Botschafter Hannes Jaenicke nach Peru. Seine Aussage: Jeder von uns kann seinen Teil beitragen! 

Mainzer Fairtrade Kampagne

In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt wurde hierfür der Lenkungskreis zur Mainzer Kampagne Fairtrade-Stadt ins Leben gerufen. Es handelt sich hierbei um eine Arbeitsgruppe von kompetenten und engagierten Personen. Vertreten sind Schulen, Kirchen, der Weltladen, das Land, die Werbegemeinschaft des Mainzer Einzelhandels, die Verbraucherzentrale, die Stadtverwaltung, die Volkshochschule sowie das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk als auch viele weitere Personen, die mit großem Engagement bei der Sache sind.

Vielfältiges Engagement in der Landeshauptstadt

Wir sind Fairtrade-Stadt!

Viele Erfolge trugen dazu bei, dass Mainz auch in Zukunft Fairtrade-Stadt bleibt. So wird auf dem „Open-Ohr-Festival“ und auf vielen anderen Veranstaltungen ausschließlich „fair“ getrunken und viele Informations-, Sport- und Bildungsveranstaltungen werden mit fairen und nachhaltigen Produkten ausgestattet. In Mainz gibt es zudem eine faire Stadtschokolade, fair gehandelte Rosen zum Weltfrauentag und es wurde ein eigenes regionales Fairtrade-Netzwerk Rheinland-Pfalz gegründet.

„Es gibt durchaus ein breites öffentliches Interesse an fair gehandelten Produkten. Wir wollen dem wachsenden Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger gern weiterhin nachkommen“, erklärt Dr. Sabine Gresch, Koordinatorin der Fairtrade Kampagne in Mainz fest.

Ecowoman Extratipp:

Um zu erfahren, ob Lebensmittel, Kleidung oder andere Produkte auch wirklich fair gehandelt werden stellt Fairtrade eine umfangreiche Produktdatenbank zur Verfügung.

Noch einen Schritt weiter mit dem Fairtrade-Code: Der Fairtrade Code ermöglicht den Verbrauchern sich vor dem Kauf über Herkunft und Bedingungen des Produkts zu informieren. 

Textquellen: Landeshauptstadt Mainz, Bildquelle: © Landeshauptstadt Mainz, © TransFair e.V. M. Ersch/H. Fiebig, Bild Focus: Fotolia/pure-life-pictures  Autor: Ulrike Rensch